Jahresabschluss 2023 für Uniklinik Magdeburg: Dickes Minus in Millionenhöhe

Magdeburg - Das Wissenschaftsministerium in Sachsen-Anhalt rechnet damit, dass das Universitätsklinikum Magdeburg das vergangene Jahr mit einem Defizit in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe abschließen wird.

Das Universitätsklinikum in Magdeburg wird voraussichtlich erneut ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe einfahren. (Archivbild)
Das Universitätsklinikum in Magdeburg wird voraussichtlich erneut ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe einfahren. (Archivbild)  © Jens Wolf/dpa

Aktuell befinde sich der Jahresabschluss in Erarbeitung, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag. Zunächst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Im April hatte die Landesregierung den Bau eines neuen Zentralgebäudes am Universitätsklinikum Magdeburg beschlossen. Die Baukosten sollen bei rund einer Milliarde Euro liegen.

Nach Kritik an den Plänen aus den Reihen der koalitionstragenden Fraktionen von CDU und FDP hatte Finanzminister Michael Richter (69, CDU) den geplanten Neubau zuletzt verteidigt.

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"Der Neubau ist alternativlos. Wir haben keine Möglichkeit, mit kleineren Baumaßnahmen Dinge aufrechtzuerhalten. Das wird so nicht mehr funktionieren", sagte der CDU-Politiker.

Auch das Wissenschaftsministerium betonte nun, mit dem von der Landesregierung beschlossenen Neubau des Zentralklinikums sollten entscheidende Weichen gestellt werden, um die finanzielle Lage des Uniklinikums Magdeburg mittel- bis langfristig zu verbessern, Kosten zu reduzieren und eine effiziente Krankenhaussteuerung zu ermöglichen.

Krankenhäuser klagen über steigende Kosten

Bereits 2021 hatte das Uniklinikum Magdeburg ein Minus in Höhe von rund 47 Millionen Euro eingefahren, 2022 waren es etwa 46 Millionen Euro. Das Universitätsklinikum Halle schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Fehlbetrag von 16,8 Millionen Euro ab.

Viele Krankenhäuser stehen aktuell finanziell unter Druck. Sie beklagen, dass ihre Kosten deutlich stärker steigen als die Erlöse, die sie für die Behandlung von Patientinnen und Patienten von den Krankenkassen erhalten.

Außerdem sind die Fallzahlen im Vergleich mit der Zeit vor der Corona-Pandemie gesunken.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa

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