Sven Schulze bringt Olympiasiegerin als Sportministerin ins Spiel
Magdeburg - Wer wird neue Sport-Staatsministerin im Kanzleramt? Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) hat dafür nun eine prominente Kandidatin aus dem Land vorgeschlagen.
Schulze hat die Präsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange (59), als Nachfolgerin der bisherigen Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (44, CDU) im Bundeskanzleramt vorgeschlagen. Schenderlein wechselt als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesgesundheitsministerium.
"Mein Wunsch wäre es und meine Empfehlung auch, dass man dort jemanden aus dem Breitensport nimmt", sagte Schulze am Rande eines Termins in Magdeburg.
Die ehemalige deutsche Leichtathletin, Olympiasiegerin und gebürtige Sachsen-Anhalterin sei aus seiner Sicht eine Kandidatin, die auch in Ostdeutschland auf Zustimmung stoßen würde.
Olympiasiegerin ins Kanzleramt?
Nach Schulzes Angaben ist über die Nachfolge Schenderleins noch nicht entschieden worden. Renk-Lange gewann 1992 olympisches Gold im Speerwurf. Sollte die Bundesregierung noch auf der Suche nach einer Besetzung sein, wäre Renk-Lange aus seiner Sicht "mit Sicherheit auch eine gute Möglichkeit".
Schulze verwies zudem darauf, dass Sachsen-Anhalt mit dem Ausscheiden des bisherigen Parlamentarischen Staatssekretärs Tino Sorge (51, CDU) nicht mehr personell in der Bundesregierung vertreten sei. Das sei für ihn überraschend gekommen.
Er habe Sorge für dessen Arbeit gedankt und sehe ihn auch künftig in einer wichtigen politischen Funktion. Über die Besetzung von Staatssekretärsposten entschieden jedoch der Bundeskanzler und die zuständigen Fachminister.
Forderung nach Ende der Debatte
"Für mich ist es wichtig, dass jetzt diese Personaldebatten ein Ende finden", sagte Schulze. Nun müsse die Bundesregierung ihre Reformvorhaben weiter voranbringen. Zugleich hoffe er, dass der Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt künftig nicht mehr von Personalfragen aus Berlin überlagert werde und wieder Landesthemen im Mittelpunkt stünden.
Die Besetzung des Amts der Sport-Staatsministerin ist Teil einer größeren Personalrochade in Regierung und CDU nach dem Rücktritt des bisherigen Unionsfraktionschefs Jens Spahn. Mehrere Umbesetzungen hatten in den vergangenen Tagen parteiintern für Kritik gesorgt.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa