Zukunft von Autozulieferer-Standort Magdeburg weiter offen

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Daniel Josling

Magdeburg - Für den krisengeplagten Autozulieferer Weber ist die Zukunft des Standorts Magdeburg ungewiss.

Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze.
Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze.  © Daniel Karmann/dpa

Wie die Albert Weber Gruppe mitteilte, läuft für das Werk weiter die Suche nach einem Investor. Für vier andere Standorte der Unternehmensgruppe stünden die Verkaufsverhandlungen dagegen kurz vor dem Abschluss.

Am Standort Magdeburg arbeiten laut IG Metall rund 140 Beschäftigte. Ihnen wurde nach Angaben der Gewerkschaft von Anfang Juli mitgeteilt, dass der Hauptkunde Porsche seine Aufträge zum 30. September vollständig abziehen will.

Zudem solle zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze.

Nach Aus von Catches: Diese weltbekannte Marke zieht im Allee-Center ein
Magdeburg Nach Aus von Catches: Diese weltbekannte Marke zieht im Allee-Center ein

Das Unternehmen geht auf diese Angaben in seiner Mitteilung nicht ein. Es erklärt lediglich, für die Standorte Magdeburg, Markdorf und Neuenbürg liefen weiter Gespräche mit potenziellen Investoren und Hauptkunden.

Neben Interessenten aus der Autoindustrie und Finanzinvestoren würden auch Unternehmen aus der Rüstungsindustrie angesprochen. Wegen der unsicheren Zukunft der drei Standorte seien Kunden gezwungen, neue Versorgungsstränge in Anspruch zu nehmen.

Vier Standorte vor Verkauf

Für die Standorte Plauen, Weinstadt, Roding und Saarbrücken seien die Verkaufsverhandlungen weit fortgeschritten. An drei Standorten stünden Vertragsunterzeichnungen kurz bevor.

Die Albert Weber Gruppe befindet sich nach eigenen Angaben seit Ende 2024 in einer Restrukturierung. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem rückläufige Abrufmengen, hohen Kosten- und Margendruck sowie den Wandel der Autoindustrie.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema Magdeburg: