Nach Urteil gegen Magdeburg-Attentäter: Wird Prozessgebäude jetzt zur Schwimmhalle?
Magdeburg - Nach der Sperrung der Elbeschwimmhalle in Magdeburg sucht die Stadt nun nach einer neuen Sportstätte für die Olympiaschwimmer. Könnte das Gerichtsgebäude, das lediglich für den Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gebaut wurde, möglicherweise die Lösung bringen?
Nach dem Prozess steht die millionenschwere Halle leer. Wie MDR INVESTIGATIV erfahren haben soll, prüfe die Stadt derzeit, ob das Gebäude umfunktioniert werden könnte.
Die örtlichen Spitzenathleten, wie die Olympiaschwimmer Florian Wellbrock (28), Lukas Märtens (24) und Isabel Gose (24), sind aktuell auf der Suche nach einem alternativen Trainingsort, nachdem das 50-Meter-Becken der Elbeschwimmhalle aufgrund des maroden Dachs bis auf Weiteres gesperrt werden musste.
Die Sportler müssen daher auf eine andere Halle ausweichen, welche sie sich derzeit mit Freizeitschwimmern und Schulklassen teilen. Bundestrainer Bernd Berkhahn (55) forderte daher von der Stadt, verlässliche Trainingsmöglichkeiten zu stellen.
Gäbe es die Möglichkeit, das Gerichtsgebäude in eine Schwimmhalle umzuwandeln, wäre dies eine gute Alternative, bis die Elbeschwimmhalle saniert ist.
Bislang wollte sich die Stadt zu den Gerüchten nicht äußern. "Wir prüfen derzeit mehrere Varianten. Im Hinblick auf den Bundesstützpunkt sind wir dazu unter anderem im Gespräch mit der Landesregierung", so der Stadtsprecher Michael Reif gegenüber dem MDR. Im August sollen erste Ergebnisse dem Stadtrat vorgestellt werden.
Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa, Landeshauptstadt Magdeburg
