Großrazzia gegen Drogen-Rocker: 290 Polizisten im Einsatz, Hund erschossen

Demmin/Jördenstorf/Brandenburg - Die Polizei ist am Dienstag mit einem Großaufgebot in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gegen mutmaßliche Drogendealer aus dem Rocker-Milieu vorgegangen.

Polizisten aus sechs Bundesländern waren im Einsatz. (Symbolfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Schwerpunkt der Durchsuchungen lag laut Polizei in und bei Demmin, weitere Maßnahmen gab es in Jördenstorf im Landkreis Rostock sowie in Brandenburg.

Unter Leitung der Kriminalpolizei Neubrandenburg wurden demnach insgesamt 21 Objekte durchsucht. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen gegen 14 Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 58 Jahren.

Ihnen wird vorgeworfen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen gehandelt zu haben. Nach Angaben der Polizei bestehen teilweise Verbindungen ins Rockermilieu. Neben Wohnungen und Nebengebäuden wurde daher auch ein Clubhaus durchsucht.

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Nachdem die Einsatzkräfte alle Objekte gesichert hatten, begannen die Durchsuchungen, die sich bis in den Nachmittag hinzogen. Dabei stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher.

Darunter befanden sich Betäubungsmittel im Kilobereich, darunter auch harte Drogen sowie Marihuana, Waffen und mehrere tausend Euro Bargeld. Zudem fanden die Beamten typische Utensilien für den Drogenhandel.

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Zwischenfall in Demmin

Dem Einsatz gingen monatelange Ermittlungen voraus. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

Den Tatverdächtigen werden unter anderem unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Ob sie einem Haftrichter vorgeführt werden, soll im Laufe des Mittwochs entschieden werden.

An dem Einsatz waren rund 290 Kräfte beteiligt, darunter Bereitschaftspolizei, Diensthundeführer, Spezialeinsatzkommandos sowie Beamte aus sechs weiteren Bundesländern.

Während der Maßnahmen kam es in einem Objekt in Demmin zu einem Zwischenfall: Ein Hund griff die Einsatzkräfte an und konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden. Um die Gefahr zu beenden, wurde das Tier von den Beamten erschossen.

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Die Ermittlungen in dem umfangreichen Verfahren dauern weiterhin an.

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