Seltenes Schauspiel: Letztes DDR-Kampfschiff wieder unterwegs

Von Christopher Hirsch

Wolgast - In Deutschland gilt die "Hans Beimler" als das letzte größere Kampfschiff der DDR. Jetzt war sie mal wieder unterwegs.

Für die Überführung war die "Hans Beimler" auf die Unterstützung von zwei Schleppern angewiesen.
Für die Überführung war die "Hans Beimler" auf die Unterstützung von zwei Schleppern angewiesen.  © Stefan Sauer/dpa

Das ehemalige Raketenschiff hat auf dem Rückweg von der Wolgaster Peene-Werft die dortige Klappbrücke passiert.

Das in den 1980er-Jahren in Russland gebaute und etwa 56 Meter lange Schiff ist das letzte verbliebene Schiff von ursprünglich fünf seiner Klasse, wie Lutz Hübner erklärt. Er ist Schatzmeister des Fördervereins Peenemünde.

Mit ihren vier Raketen an Rügens Küste stationiert, sollte die "Hans Beimler" andere Schiffe bekämpfen. "Schnell rausfahren, Ziel erfassen, bekämpfen, wieder nach Hause kommen", wie Hübner sagt.

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Ganz so schnell war das Schiff am Donnerstag nicht unterwegs. Für die Überführung zurück zum Liegeplatz in Peenemünde war die "Hans Beimler" auf zwei Schlepper angewiesen.

DDR-Raketenschiff war zuletzt 1993 auf der Werft

Das frühere Raketenschiff hat auf seinem Rückweg die Klappbrücke in Wolgast passiert.
Das frühere Raketenschiff hat auf seinem Rückweg die Klappbrücke in Wolgast passiert.  © Stefan Sauer/dpa

Auf der Peene-Werft sei der Bereich des Schiffes, der sich normalerweise unter Wasser befindet, mit einem neuen Anstrich konserviert worden. "Der Mast wurde auch neu konserviert", fügt Hübner hinzu.

Das letzte Mal sei das Schiff 1993 auf der Werft gewesen. Dieses Jahr soll laut Hübner im Rahmen eines Arbeitseinsatzes auch noch das Deck gestrichen werden. "Durch die vielen Besucher müssen wir das öfter machen." 18.000 Menschen seien im vergangenen Jahr auf das Schiff gekommen.

Allein der Werftaufenthalt habe etwa 100.000 Euro gekostet, zuzüglich der Schlepperkosten. Ein Teil stamme aus den Eintrittsgeldern, vom Verein, aber auch von Spenden. Weil während des Werftaufenthaltes klar wurde, dass umfangreichere Arbeiten als geplant notwendig sind, hatte der Verein Anfang des Jahres einen Spendenaufruf gestartet.

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"Ohne die Spenden, die wir jetzt im letzten Monat gekriegt haben, hätten wir es nicht gepackt", sagt Hübner. Ihm sei es wichtig, sich dafür zu bedanken.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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