Timmendorfer Strand - Der Wal wurde bereits mehrfach gesichtet – nun ist er am Timmendorfer Strand gestrandet. Schafft es das Tier gerettet zu werden? TAG24 ist vor Ort.
Das Tier wurde in der Nacht zu Montag im Ortsteil Niendorf der Gemeinde Timmendorfer Strand entdeckt. "Heute Nacht ist uns von mehreren Personen ein lautstarkes Geräusch gemeldet worden und auch die Sichtung eines Wals hier vor dem Niendorfer Hafen", erklärt Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach auf Nachfrage von TAG24 vor Ort.
Der Wal sei noch am Leben, Einsatzkräfte der Polizei sowie die Wasserschutzpolizei wollen versuchen, das Tier wieder ins Meer zu bringen.
Rund zehn Meter messe das Tier. Der betroffene Bereich ist abgesperrt. Auch Experten sind bereits auf dem Weg. Wie genau es weitergeht, ist noch unklar. "Ziel ist es, dem Wal zu helfen", so Gerlach
Weiter appelliert er, dass es wichtig sei, das Tier in Ruhe zu lassen. So solle vermieden werden, sich dem Wal beispielsweise über Boote zu nähern. Auch am Land solle sich ruhig verhalten werden.
Zahlreiche Schaulustige haben sich bereits am Strand gesammelt und versuchen einen Blick auf das Tier zu erhaschen. Die Geräusche des Tiers sind nach Auffassung des TAG24-Reporters vor Ort herzzerreißend. Das Dröhnen schallt über den ganzen Strand.
Wal in Ostsee gesichtet: Tier ist bereits bekannt
Sven Biertümpfel (33), Taucheinsatzleiter für Sea Shepherd Deutschland, bestätigte auf Nachfrage, dass es sich um denselben Wal handelt, der Anfang des Monats bereits im Wismarer Hafen entdeckt wurde. Damals hatten Einsatzkräfte den Wal weitgehend von einem Netz befreit, in dem er sich zuvor verfangen hatte.
So sind bei dem gestrandeten Wal in Timmendorf die Netzfragmente noch immer sichtbar. "Es ist definitiv der gleiche Buckelwal", so Biertümpfel. Aktuell werde auf die Kollegen vom Institut für Terrestrische und Aquatische Meeressäuger gewartet. "Die müssen entscheiden, was als Nächstes passieren soll."
Derzeit gebe es zwei Möglichkeiten, wie es mit dem Wal weitergeht: "Wenn das Tier da liegengelassen wird, kommt es entweder von alleine frei, oder es verendet dort an Ort und Stelle", so der 33-Jährige. Alternativ könnten die Experten eingreifen und versuchen, den Wal von der Sandbank zu befreien. Wie genau das vonstattengehen würde, ist noch offen.
Erstmeldung am 23. März 2026, um 8.31 Uhr, zuletzt aktualisiert um 11.33 Uhr.