Keine Maske mehr: Bayern schafft Pflicht im ÖPNV ab

München - In Bayern wird zum 10. Dezember die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr abgeschafft.

Im Nahverkehr muss man in Bayern künftig keine Maske mehr tragen.
Im Nahverkehr muss man in Bayern künftig keine Maske mehr tragen.  © Boris Roessler/dpa

Dies sei aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage nicht mehr angemessen, hieß es am Dienstag nach Angaben aus Regierungskreisen.

Ab dem 10. Dezember soll es demnach nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben.

Während die Bundesländer über eine Maskenpflicht im Nahverkehr selbst entscheiden können, ist für den Fernverkehr der Bund zuständig.

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Nach dem aktuellen Infektionsschutzgesetz des Bundes gilt dort die Maskenpflicht noch bis April 2023.

Die bayerische Staatsregierung kritisiert seit längerem, dass die Maskenpflicht im Flugzeug zwar abgeschafft wurde, dass sie im Fernverkehr aber nach wie vor gilt.

Söder: " Infektionslage ist seit langem stabil"

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (58, CSU) hat am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts die Entscheidung zur Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr begründet.

Das Coronavirus mache nicht mehr den Hauptteil der Viruserkrankungen aus - Influenza und RS-Virus hätten viel höhere Anteile bei den Erkrankten in Krankenhäusern. Insofern sei eine Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr verhältnismäßig, sagte Holetschek.

Er betonte aber, die Staatsregierung spreche weiterhin eine Empfehlung zum Tragen von Masken aus - zum Schutz vor Corona und vor anderen Erkrankungen. Bezüglich der Corona-Situation schrieb Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) auf Twitter: "Die Infektionslage ist seit langem stabil."

Bayern liege mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 106 in etwa im Bundesdurchschnitt, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (50, CSU).

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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