Am helllichten Tag in der S-Bahn: Kinder und Jugendliche attackieren 15-Jährigen

München - Am Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr haben mindestens sechs unbekannte Kinder und Jugendliche einen 15-Jährigen in einer Münchner S-Bahn angegriffen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Beamten haben bereits die Personalien zweier möglicher Täter aufgenommen. Die beiden sind 14 und 15 Jahre alt. (Symbolbild)
Die Beamten haben bereits die Personalien zweier möglicher Täter aufgenommen. Die beiden sind 14 und 15 Jahre alt. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

"Der in Gräfelfing Wohnende soll kurz nach dem Einstieg in Gauting körperlich angegangen worden sein. Dabei soll es zu mehrmaligen Schlägen und Tritten, unter anderem auch in die Genitalien des Jungen gekommen sein", wird der Vorfall in einer Pressemitteilung der Bundespolizei vom Sonntag zusammengefasst.

"Der Versuch, den 15-Jährigen beim Halt am S-Bahnhaltepunkt Stockdorf aus der S-Bahn zu ziehen, misslang, da Mitreisende couragiert einschritten. Beim Halt in Gräfelfing flüchteten die Täter", so die Mitteilung.

Eine Frau, die sich ebenfalls in der S-Bahn befand, habe währenddessen die Polizei informiert.

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An der Haltestelle Lochham stieg der 15-Jährige schließlich aus und ging nach Hause. Dort berichtete er von der Attacke.

Polizei hat bereits Personalien zweier möglicher Täter aufgenommen

"Beim 15-Jährigen wurde eine aufgeplatzte Oberlippe festgestellt. Zudem klagte er über starke Schmerzen im Kopf sowie im Unterleib." Er wurde später im Krankenhaus medizinisch versorgt.

Auch wenn die genauen Hintergründe der Tat bisher noch nicht bekannt sind, scheint die Polizei bereits eine konkrete Spur zu haben: "Im Zuge der Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung wurden die Personalien zweier Afghanen bekannt, die den 15-Jährigen attackiert haben sollen. Beide halten sich seit 2015 in der Bundesrepublik auf."

Die beiden möglichen Verdächtigen sind 14 und 15 Jahre alt und kommen aus dem Landkreis Starnberg.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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