Von Tizian Gerbing und Benedikt Zinsmeister
München - Ein Mann hat Steine auf das Gebäude des israelischen Generalkonsulats in München geworfen und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst.
Beamte des Objektschutzes nahmen den 24-Jährigen mit jeminitischr Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Fürstenfeldbruck am Samstag vor Ort fest, wie die Polizei mitteilte.
Der Mann habe gegen 11.20 Uhr mehrere Steine auf das Gebäude im Bereich des Karolinenplatzes in der Maxvorstadt geworfen.
Weil er außerdem einen Rucksack mit zunächst unbekanntem Inhalt vor dem Gebäude abgelegt hatte und laut Polizei entsprechende Äußerungen machte, sperrten Einsatzkräfte das Umfeld weiträumig ab.
Spezialisten der Polizei und der Sprengstoffgruppe des Bayerischen Landeskriminalamts untersuchten den Rucksack. Dabei kam auch ein Roboter zum Einsatz, mit dem der Gegenstand geröntgt wurde.
Nach rund einer Stunde stellte sich der Inhalt als ungefährlich heraus, wie ein Polizeisprecher sagte. Anschließend wurden die Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben.
München: Mann nach Angriff auf israelisches Generalkonsulat in Klinik gebracht
Während des Einsatzes war auch der Betrieb der Straßenbahn in dem Bereich zeitweise eingestellt. Verletzt wurde niemand. Der 24-Jährige wurde unter anderem wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.
Wegen akuter Eigen- und Fremdgefährdung kam er in ein Krankenhaus.