Handballgroßes Loch: Sprengstoff an Münchner Türen explodiert
München - Türen und Fenster in München wurden an Silvester mit Sprengstoff beschädigt. Die Polizei überprüft, ob es einen Zusammenhang gibt und sucht Zeugen.
Wie die Ermittler mitteilen, kam es im Stadtgebiet zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar zu mehreren Sprengstoffexplosionen im Stadtgebiet.
So hörte eine 31-Jährige gegen 22.30 Uhr in ihrer Wohnung Berg am Laim einen lauten Knall. Sie entdeckte ein etwa Handballgroßes Loch in ihrer Tür. Zudem war das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses verraucht. Die Mutter blieb mit ihrer Tochter (5) und ihrem Sohn (3) unverletzt.
Gegen 23.10 Uhr hörte dann ein 63-Jähriger in seiner Wohnung in Riem ein lautes Geräusch. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge hatten die Täter hier einen Sprengsatz am Küchenfenster angebracht und es zur Explosion gebracht. Glassplitter verteilten sich in der ganzen Wohnung. Glücklicherweise blieb der 63-Jährige unverletzt.
Ein dritter Fall ereignete sich gegen 0.15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Schwanthaler Höhe. Ein 37-Jähriger hörte einen Knall und dann einen ausgelösten Rauchmelder. In der Tür seines nicht anwesenden Nachbars prangte ein Loch, so die Ermittler.
Auch hier gab es keine Verletzten, jedoch neben dem Schaden an der Tür auch Beschädigungen in der und außerhalb der Wohnung.
Explosion in Münchner Mehrfamilienhaus: Polizei sucht Zeugen
Um die Fälle zu klären, hofft die Polizei auf Zeugen, denen verdächtige Beobachtungen aufgefallen sind. Konkret geht es um Wahrnehmungen im Bereich:
- Altöttinger Straße, Schlüsselbergstraße, Simbacher Straße (Berg am Laim);
- Elisabeth-Mann-Borgese-Straße, Heinrich-Böll-Straße, Maria-Montessori-Straße (Riem) sowie
- Tulbeckstraße, Ganghoferstraße und Ligsalzstraße (Schwanthaler Höhe).
Hinweise nimmt das Kommissariat 13 unter der Telefonnummer 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle an.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa
