Von Franziska Groll
München - Ein 17-Jähriger ist am Dienstag auf einem zu schnellen E-Scooter vor der Polizei geflohen, nachdem diese den Jugendlichen kontrollieren wollten. Doch die wilde Fahrt endete abrupt, denn der Raser krachte plötzlich gegen das Auto der Beamten.
Durch den Aufprall stürzte er auf die Straße und konnte so von der Polizei geschnappt werden.
Der Jugendliche war einer Streife in München aufgefallen, weil am E-Scooter kein Versicherungskennzeichen angebracht war. Laut Polizei missachtete der Fahrer die Aufforderungen der Beamten, anzuhalten. Auch auf Blaulicht, Martinshorn und Durchsagen über die Außenlautsprecher des Streifenwagens habe er nicht reagiert.
Der 17-Jährige habe mit seinem E-Scooter schließlich den Streifenwagen berührt und sei gestürzt. Er habe noch versucht, zu flüchten, sei aber von den Beamten gestellt worden. Weil der Jugendliche sich beim Sturz verletzt hatte, wurde er in ein Krankenhaus gebracht.
Der E-Scooter wurde als Beweismittel sichergestellt, wie es hieß. Ein Polizeisprecher sagte, dass das E-Scooter-Modell baubedingt bis zu 45 km/h fahren kann und in Deutschland nicht zugelassen ist. Für die Fahrt mit einem Fahrzeug, das schneller als 25 Kilometer pro Stunde fährt, hätte der 17-Jährige einen Führerschein gebraucht, hieß es.
Er wurde wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz, Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Die Ermittlungen laufen.