Hunderte Teilnehmer: Instagram-Aufruf endet in riesiger Schneeball-Gaudi

Von Sabine Dobel

München - Mehrere Hundert Menschen haben sich am Freitag nach einem Aufruf in den sozialen Medien eine Schneeballschlacht an der Alten Pinakothek in München geliefert. Unter anderem auf Instagram hatte nach den heftigen Schneefällen ein Nutzer zu "Deutschlands größter Schneeballschlacht" aufgerufen.

Hunderte Menschen versammelten sich in München zur Schneeballschlacht.
Hunderte Menschen versammelten sich in München zur Schneeballschlacht.  © Theo Miess/dpa

"Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der diese Idee cool findet", sagte er auf Instagram. Wenn das Ganze mindestens tausend Likes habe, finde es statt.

Am Ende waren es fast 25.000 Likes. Nach Angaben von Augenzeugen folgten mindestens 300 Menschen dem Aufruf - gut eine halbe Stunde lang flogen demnach die Schneebälle.

Die Leute hätten Spaß gehabt, es sei alles glimpflich abgelaufen, sagte Tine Nehler, Sprecherin der Pinakotheken, auf deren Boden die Aktion stattfand.

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"Wir haben darauf geachtet, dass Besucherinnen und Besucher beim Verlassen der Pinakothek nicht von Schneebällen getroffen werden. Ansonsten fanden wir es lustig." Immerhin gebe es neben der vielleicht größten Schneeballschlacht Deutschlands draußen im Innern der Alten Pinakothek die größte Rubens-Sammlung Deutschlands.

Schneeballschlacht war nicht angemeldet

Allerdings war die Schneeballschlacht nicht bei den Behörden angemeldet, wie es bei derartigen Veranstaltungen notwendig ist. "Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, ist für öffentliche Veranstaltungen grundsätzlich eine Genehmigung notwendig. Eine solche hat der Veranstalter nicht beantragt", teilte das Kreisverwaltungsreferat mit.

Dem Initiator sei deshalb empfohlen worden, den Aufruf zurückzunehmen.

Die Schneeballschlacht fand an der Alten Pinakothek statt.
Die Schneeballschlacht fand an der Alten Pinakothek statt.  © Peter Kneffel/dpa

Gefährliche Folgen? Keine Eisbrocken bei Schneeballschlacht in München

Das sei ihm "in dem Ausmaß" nicht bewusst gewesen, ließ dieser auf Instagram wissen - und rief die Teilnehmer auf, keine Eisbrocken zu werfen, keine Steine in die Schneebälle zu bauen und nicht auf Köpfe zu zielen.

Beim KVR hieß es grundsätzlich, Veranstalter hafteten für mögliche Schäden und ihnen könnten Kosten für Polizei- und Rettungsdiensteinsätze entstehen. Werde eine nicht genehmigte Veranstaltung dennoch durchgeführt, könne dies Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen.

Ob die Schneeball-Gaudi hier tatsächlich Konsequenzen haben wird, blieb zunächst offen.

Titelfoto: Theo Miess/dpa

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