Eisbachwelle in München: Surfer übernehmen Haftung bei Pilotversuch

Von Sabine Dobel

München - Nach längerem Hin und Her um die Wiederbelebung der berühmten Surfwelle in München gibt es einen wichtigen Schritt voran.

Die Eisbachwelle ist eine Touristenattraktion und lockt Surfer aus der ganzen Welt an.  © Peter Kneffel/dpa

Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) und Vertreter der Surfer-Community einigten sich auf einen Projektversuch, wie die Welle am Eisbach wiederhergestellt werden kann, wie Reiters Büro mitteilte.

Die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) und der Münchner Surfclub übernehmen demnach die Verantwortung und damit auch die Haftung für den Versuch. Gerade die Haftungsfragen waren bisher ungeklärt.

Die Stadt kümmert sich um die technische beziehungsweise statische Untersuchung für die Bauwerke des Versuchs, und die Erreichbarkeit in Notfällen stellen die städtischen Leitstellen sicher.

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Wann der Versuch starten soll, sei noch offen. Vorher müssten noch Details geklärt werden. Angedacht sei das Frühjahr, hatte der Oberbürgermeister Anfang der Woche gesagt.

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Stadt München und Surfer einigen sich im Eisbachwellen-Streit

Nach dem tödlichen Unglück im vergangenen Jahr sperrte die Stadt die Eisbachwelle.  © Felix Hörhager/dpa /dpa

Reiter und die Surfer hätten eineinhalb Stunden im Rathaus zusammengesessen, um die zuletzt festgefahrene Situation aufzulösen und eine konkrete Perspektive für eine baldige Wiederherstellung der Welle zu schaffen, hieß es.

Ziel des Projektversuchs sei es, die Eisbachwelle als dauerhaft surfbare Welle wiederherzustellen und zu erhalten, hieß es. In diesem Kontext wurde – wenngleich nicht abschließend – diskutiert, ob die Welle nach einem erfolgreichen Projektversuch in städtischer Verantwortung betrieben werden könnte.

Die berühmte Welle im Eisbach war verschwunden, nachdem im Oktober nach Angaben des städtischen Baureferats unter anderem das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit worden war. Seitdem baute sich die Welle nicht mehr wie gewohnt auf.

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Eisbach-Surfer hatten versucht, die Welle zu retten. Eine illegal eingesetzte Rampe machte das Surfen über Weihnachten vorübergehend wieder möglich. Die Feuerwehr entfernte die Rampe jedoch. Nicht zuletzt dieser Vorfall hatte die Gespräche mit der Stadt ins Stocken gebracht.

Im vergangenen April war eine 33-jährige Surferin an der Welle schwer verunglückt und schließlich im Krankenhaus gestorben.

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