Wehr im Englischen Garten manipuliert – Eisbachwelle lahmgelegt, Überschwemmung droht!

Von Sabine Dobel

München - Nach einer mutmaßlichen Manipulation an einem Wehr im Englischen Garten in München wird der Wasserstand im Eisbach und im Fabrikbach für mehrere Stunden stark abgesenkt.

Surfer müssen pausieren: Wegen eines Eingriffs am Wehr bleibt die berühmte Eisbachwelle trocken.  © Ehsan Monajati/dpa

Das Wasserwirtschaftsamt München müsse dafür Arbeiten am sogenannten Aufteilungswehr vornehmen, teilten Stadt und Wasserwirtschaftsamt mit.

Unbekannte hätten an den Dammbalken der Wasserverteilung manipuliert; das Wasserwirtschaftsamt habe deshalb das Umweltreferat informiert.

Der Fabrikbach ist ein künstlich angelegter Seitenarm der Isar und Teil des Bachsystems des Englischen Gartens. Die Pegelabsenkung betrifft auch die Eisbachwelle. Während der Arbeiten sei Surfen dort nicht möglich, teilten die Behörden mit.

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Die Manipulation habe zudem eine Gefahrenquelle für Schwimmende geschaffen, so das Wasserwirtschaftsamt.

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Manipulation am Wehr kann erhebliche Folgen haben

Das Wehr regelt die Wassermengen im Eisbach und im weiteren Bachsystem des Englischen Gartens bis nördlich von Garching. Eine falsche Verteilung kann den Behörden zufolge erhebliche Folgen haben: Bei zu wenig Wasser können Bachabschnitte trockenfallen und Lebensräume geschützter Fischarten gefährdet werden. Bei zu viel Wasser drohen Überschwemmungen. Das sei aktuell der Fall, da die Isar nach Regenfällen viel Wasser führe. 

Durch die Manipulation sei es nicht mehr möglich, die Wassermengen korrekt einzustellen. Deshalb seien die Arbeiten an der Anlage dringend erforderlich. Die zuständigen Behörden sowie Anlieger und Surfvereine wurden vorab informiert.

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