300 neue Hinweise im Fall der ermordeten Sonja Engelbrecht!

München - Kann der Mord irgendwann doch noch aufgeklärt werden? Die Polizei kann sich bei ihren Ermittlungen im Fall der vor rund 28 Jahren getöteten Sonja Engelbrecht auf immer mehr Hinweise aus der Bevölkerung stützen.

Sonja Engelbrecht verschwand im Jahr 1995. Inzwischen ist das Skelett der jungen Frau gefunden worden.
Sonja Engelbrecht verschwand im Jahr 1995. Inzwischen ist das Skelett der jungen Frau gefunden worden.  © Montage: Peter Kneffel/dpa, Polizeipräsidium München

Mittlerweile seien 300 eingegangen, allein seit Dienstag 20 neue, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Behörde rechne damit, dass stetig mehr dazukommen. Sie verwies auf eine weitere Folge der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" vom Mittwochabend, in der der Fall thematisiert wurde.

Bereits Anfang März hatte sich eine Zuschauerin nach einer Fahndungsfolge der Sendung zum Fall bei der Polizei gemeldet. Bei dem Leichenfund im Jahr 2022 waren Fragmente einer schwarz-blauen Decke mit auffälligem Design entdeckt worden.

Die Zuschauerin schickte der Polizei schließlich eine gleiche Decke als Vergleichsstück zu. Sie gelte nun als wichtiger Hinweis. Noch sei jedoch nicht genau bekannt, wo die Decke, die bei der Leiche gefunden wurde, verkauft worden sei, sagte ein Sprecher.

München: Eklat im McDonald's! Influencer attackiert: "Schwule, wie dich, wollen wir hier nicht!"
München Eklat im McDonald's! Influencer attackiert: "Schwule, wie dich, wollen wir hier nicht!"

Die zahlreichen neuen Hinweise werden nach Angaben der Polizei routinemäßig abgearbeitet.

Viele von ihnen sollen einen Ortsbezug zu Kipfenberg, gelegen im bayerischen Landkreis Eichstätt, haben. Das Skelett der bereits seit 1995 verschwundenen Sonja Engelbrecht war dort im vergangenen Jahr in einer Felsspalte entdeckt worden.

Stephan Beer (l.), Chef der Mordkommission, und Werner Kraus (Pressesprecher) zeigten im Münchner Polizeipräsidium während einer Pressekonferenz zum Mordfall Sonja Engelbrecht die Vergleichsdecke.
Stephan Beer (l.), Chef der Mordkommission, und Werner Kraus (Pressesprecher) zeigten im Münchner Polizeipräsidium während einer Pressekonferenz zum Mordfall Sonja Engelbrecht die Vergleichsdecke.  © Sven Hoppe/dpa

Welche konkreten Hinweise es sind, könne jedoch derzeit noch nicht an die Öffentlichkeit herausgegeben werden.

Titelfoto: Montage: Peter Kneffel/dpa, Polizeipräsidium München

Mehr zum Thema München: