Arbeiten für den Vermieter? Zahl bezahlbarer Wohnungen in Bayern sinkt weiter

Von Marco Hadem

München - Ende 2025 gab es bayernweit nur noch 133.393 Sozialwohnungen. Dies teilte das Bauministerium in München mit. Der Bestand geht seit Jahren zurück.

Um den hohen Bedarf an Sozialwohnungen, gerade in den bayerischen Ballungszentren, decken zu können, brauche es laut Bauminister auch private Initiativen.
Um den hohen Bedarf an Sozialwohnungen, gerade in den bayerischen Ballungszentren, decken zu können, brauche es laut Bauminister auch private Initiativen.  © Malin Wunderlich/dpa

Zum Vergleich: Ende 2015 lag die Zahl der sogenannten belegungsgebundenen Mietwohnungen noch bei 146.815. 

Nach Angaben des Ministeriums wurde der Rückgang des Bestands von Wohnungen, die nur an Personen mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein vermietet werden dürfen, aber zuletzt deutlich gebremst.

Zudem seien auslaufende Belegungsbindungen größtenteils durch neue Bindungen im Rahmen der Wohnraumförderung ersetzt worden.

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Statistisch zeigt sich dies in der Auflistung des Ministeriums insofern, dass die Zahl der Wohnungen praktisch seit 2021 nur noch wenig variiert.

Erstmals erfasst das Ministerium in diesem Jahr in seiner Statistik zum sozialen Wohnungsbau auch im Rahmen der Studierendenwohnraumförderung geförderte Wohneinheiten.

Demnach gab es Ende 2025 in Summe immerhin 175.340 sozial gebundene Mietwohnungen und Wohnplätze. 

Bauminister: Privater Wohnungsbau muss wieder anspringen

Da der Staat den Bau der Wohnungen fördert, hat er in der Folge für eine festgelegte Dauer ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Mieter. Im Doppelhaushalt 2026/27 sind zudem Rekordmittel in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro für den Wohnungsbau eingeplant.

Um den hohen Bedarf an Sozialwohnungen, gerade in den bayerischen Ballungszentren, decken zu können, brauche es aber auch private Initiativen.

"Der Freistaat allein kann nicht alle benötigten Wohnungen in Bayern schaffen oder fördern. Es ist dringend nötig, dass der private Wohnungsbau wieder anspringt", sagte Bauminister Christian Bernreiter (61, CSU).

Titelfoto: Malin Wunderlich/dpa

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