Nach Attacke auf israelisches Konsulat: Verdächtiger (24) stirbt in Psychiatrie

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Von Frederick Mersi

München - Ein nach Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat und einem größeren Polizeieinsatz in München beschuldigter Mann ist tot. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München auf Nachfrage mitteilte, war der 24-Jährige zuletzt vorläufig im Bezirkskrankenhaus Mainkofen untergebracht worden.

Gegen den Mann wurde Anklage erhoben. (Symbolfoto)
Gegen den Mann wurde Anklage erhoben. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass er sich dort Anfang Juli selbst getötet hat.

Der Vorfall werde von der Kripo und der Staatsanwaltschaft Deggendorf untersucht, dabei gehe es um ein Todesermittlungsverfahren. 

Die zentrale Antisemitismusbeauftragte bei der Generalstaatsanwaltschaft München hatte Anklage gegen den 24-Jährigen erhoben wegen des Verdachts auf Störung des öffentlichen Friedens, Sachbeschädigung und eines besonders schweren Angriffs auf Polizisten.

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Der 24 Jahre alte Verdächtige soll nach dem Angriff mit faustgroßen Steinen auf die Fassade des Konsulats im März seinen Rucksack abgelegt und dabei "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann den hinzugeeilten Polizisten damit zu verstehen geben wollte, dass er einen tödlichen Sprengstoffanschlag auslösen wollte. 

Der 24-Jährige wurde zuerst im Bezirkskrankenhaus Mainkofen untergebracht.
Der 24-Jährige wurde zuerst im Bezirkskrankenhaus Mainkofen untergebracht.  © Armin Weigel/dpa

Ermittler gingen von verminderter Schuldfähigkeit aus

Bei seiner Festnahme habe der Mann zudem in Richtung der Polizisten getreten und mit dem Kopf gegen sie gestoßen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Verletzt wurden die Beamten dabei aber nicht. Die Ermittler gingen von einer "gefestigten israelfeindlichen Haltung" des Mannes aus. 

Der 24-Jährige kam wegen akuter Eigen- und Fremdgefährdung zunächst in ein Krankenhaus. Dann saß er laut Generalstaatsanwaltschaft zunächst in einem Gefängnis in Untersuchungshaft.

Nach einem Expertengutachten gingen die Ermittler aber von einer verminderten Schuldfähigkeit aus - deshalb wurde er erneut in einer Klinik untergebracht.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa (Symbolfoto)

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