Von Britta Schultejans
München - Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) führt sein absehbar schlechtes Abschneiden bei der Kommunalwahl in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Kritik der vergangenen Wochen zurück.
"Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht", sagte er am Abend in München und sprach von einem "für mich doch enttäuschenden Wahlabend".
Reiter war zuletzt wegen seiner Tätigkeit für den FC Bayern und seinem Umgang damit in der Kritik gewesen - unter anderem, weil er Einkünfte aus seinem Amt dort beim Stadtrat nicht angegeben hatte. Zudem sorgte er mit der Verwendung des N-Worts im Stadtrat für Wirbel.
Bei der Wahl zeichnen sich nun deutliche Verluste für den OB ab, der eine dritte Amtszeit anstrebt. Nach Auszählung von mehr als 1000 von 1376 Gebieten kam er auf 35,5 Prozent der Stimmen, gefolgt von dem Grünen-Kandidaten Dominik Krause (35) mit 29,5 Prozent.
Damit würde das Rennen erst in der Stichwahl am 22. März entschieden. 2020 hatte Reiter im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent der Stimmen bekommen.
Der 67-Jährige bedankte sich bei seiner Partei und den Wählern, "die mir trotz der letzten zwei Wochen ihr Vertrauen geschenkt haben". Nun gelte es bis zur Stichwahl, "verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen".
Erstmeldung: 19.46 Uhr; zuletzt aktualisiert: 19.56 Uhr