Reiter bekommt seit Jahren Geld für Ehrenamt beim FCB

Von Elke Richter

München - Für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern bekommt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) nach eigenen Angaben schon seit geraumer Zeit je 20.000 Euro im Jahr.

Kurz vor der Wahl gerät Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) wegen seines FC-Bayern-Engagements in die Kritik.
Kurz vor der Wahl gerät Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) wegen seines FC-Bayern-Engagements in die Kritik.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zu Beginn sei das Ehrenamt unvergütet gewesen, teilte Reiter mit. Ende 2021 jedoch sei eine Aufwandsentschädigung von 10.000 Euro pro Halbjahr eingeführt worden.

"Dass dadurch eine Genehmigung des Stadtrats notwendig gewesen wäre, war mir nicht bewusst", teilte Reiter mit.

"Ich kann mir aber auch kaum vorstellen, dass der Stadtrat eine solche Tätigkeit unterbunden hätte", ergänzte das Stadtoberhaupt, das sich am Sonntag zur Wiederwahl stellt und seit Tagen mit Vorwürfen konfrontiert sieht.

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Kern des Streits ist seine neue Nebentätigkeit im Aufsichtsrat des FC Bayern.

Besonders auch die Frage, ob der Kommunalpolitiker den Münchner Stadtrat bei der Übernahme des Amtes übergangen hat. 

Reiter betonte nun: "Die Aufwandsentschädigung wurde zu keinem Zeitpunkt von mir verheimlicht und selbstverständlich immer ordnungsgemäß versteuert. Insofern ist der Stadt oder dem Steuerzahler keinerlei Schaden entstanden."

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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