Rathaus-Koalition: OB Krause sondiert mit SPD, FDP und Freien Wählern

Von Britta Schultejans und Sabine Dobel

München - Nach gescheiterten ersten Sondierungen für eine Rathaus-Koalition in München hat der neu gewählte Oberbürgermeister Dominik Krause (35) mit seinen Grünen einen neuen Anlauf gestartet – und zeigt sich nach einem Treffen optimistisch.

Münchens designierter Oberbürgermeister Dominik Krause (35, Grüne) trifft sich mit möglichen Koalitionspartnern.  © Sven Hoppe/dpa

"Das Gespräch mit SPD, FDP und Freien Wählern verlief konstruktiv und in sehr angenehmer Atmosphäre", ließ Krause danach wissen. "Ende der Woche werden wir die Sondierungen fortsetzen. Das war heute ein sehr guter erster Termin."

Nach Angaben eines Sprechers gab es am Montag das erste Sondierungsgespräch zwischen Krauses Grünen sowie SPD und FDP/FW, die eine Fraktionsgemeinschaft bilden. 

Vergangene Woche waren Gespräche zwischen Grünen, Rosa Liste, SPD und Volt geplatzt. Volt hatte die Gespräche abgebrochen.

München Politik Reiter oder Krause: Was unterscheidet die Münchner OB-Kandidaten?

Zwar seien die inhaltlichen Differenzen durchaus überbrückbar; in Sachen Machtverteilung sei man aber auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen, hieß es danach in einer Mitteilung.

Volt hatte demnach das Vorschlagsrecht für mindestens zwei städtische Referate gefordert. Dazu seien SPD und Grüne aber nicht bereit gewesen. 

Anzeige

Münchner OB bleibt nach geplatzten Gesprächen optimistisch

Volt war in der noch laufenden Legislaturperiode mit Grünen, Rosa Liste und SPD Teil der Koalition und hatte sich bei der Kommunalwahl im März deutlich von 1,8 auf 4,7 Prozent verbessert. Krause hatte danach angekündigt, in den kommenden Tagen Gespräche mit den anderen demokratischen Fraktionen im Rathaus zu führen.

Sein Ziel sei es, eine stabile Koalition zu bilden, die sich der Verantwortung für München und für die notwendige Haushaltskonsolidierung bewusst sei.

Mehr zum Thema München Politik: