Von Christof Rührmair und Benedikt Zinsmeister
Pullach - Sich den Fluss hinuntertreiben zu lassen, ist eine beliebte Sommerbeschäftigung in München - sie kann aber auch gefährlich werden, wenn man den falschen Teil der Isar befährt.
Rettungskräfte und Polizei sind zwei Gruppen von Schlauchbootfahrern auf der Isar zu Hilfe gekommen.
In einem Fall mussten sie einen 22-Jährigen von einem Schlauchboot retten, das am Samstagabend um kurz nach 22 Uhr in einer Wasserwalze am Isarwerk Großhesselohe festsaß, wie die Münchner Polizei mitteilte. Zwei seiner Mitfahrer hatten sich zuvor aus eigenen Kräften retten können.
Laut Polizei war die Gruppe im Pullacher Ortsteil Großhesselohe südlich von München nicht wie vorgeschrieben auf den Isar-Werkkanal gewechselt, sondern auf der Isar geblieben. Dort war ihr Boot dann von einer Strömung in Richtung eines Wehrs gezogen worden.
Der 22-Jährige wurde mit einem Rettungsring gerettet, ehe das Schlauchboot von der Feuerwehr geborgen wurde. Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst sowie der Polizei.
Polizei weist auf Regeln auf der Isar hin
Wenige Stunden zuvor, gegen 16.55 Uhr, waren zwei Personen mit ihrem Schlauchboot gekentert und in eine Wasserwalze am Isarwehr in Großhesselohe geraten.
Auch sie waren verbotswidrig auf der Isar geblieben. Sie wurden durch Insassen anderer Boote gerettet, mit denen sie gemeinsam unterwegs waren.
Verletzt wurde bei den Vorfällen ersten Erkenntnissen zufolge niemand, in beiden Fällen waren aber zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort.
Die Polizeiinspektion 32 (Grünwald) hat Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Bayerische Wassergesetz eingeleitet.
Sie weist in diesem Zusammenhang auch auf die Regeln zum Befahren der Isar im Landkreis München hin: Unter anderem gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille, Boote dürfen nicht zusammengebunden werden, Kinder bis acht Jahre und Nichtschwimmer müssen eine Rettungsweste tragen und Glasflaschen und Musikboxen sind verboten.