Boxer (†38) stirbt nach Wettkampf: Mehrere Polizeistreifen schützen Rettungsdienst vor Fans

München - In einem Gebäude am Bürgerplatz in Garching ist am Samstagabend bei einem Wettkampf der Boxer Musa Yamak im Ring zusammengebrochen und später im Krankenhaus verstorben.

Während eines Kampfes brach der Boxer Musa Yamak (†38) im Ring zusammen. Er verstarb später in einer Münchner Klinik.
Während eines Kampfes brach der Boxer Musa Yamak (†38) im Ring zusammen. Er verstarb später in einer Münchner Klinik.  © Screenshot/Facebook/Musa Askan Yamak

Der 38 Jahre alte Sportler wurde laut offiziellen Meldungen während des Kampfes mutmaßlich durch einen Schlag auf den Kopf verletzt und brach danach zusammen.

"Während der notfallmedizinischen Behandlung vor Ort wurde die Polizei von den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, gegen 23.25 Uhr, zur Unterstützung angefordert, da sie von einer von dem Ereignis emotional betroffenen Personengruppe (ca. 50 Personen) bei ihren Maßnahmen bedrängt und gestört wurden", teilte die Polizei in einer Pressemeldung mit.

"Über 15 Streifen der Münchner Polizei wurden zu der Örtlichkeit geschickt und sperrten den Bereich um den Behandlungsort ab."

München: Holetschek wird deutlich: Scholz und Lauterbach verharmlosen Cannabis-Risiken!
München Holetschek wird deutlich: Scholz und Lauterbach verharmlosen Cannabis-Risiken!

Nach dpa-Informationen kam auch eine Sondereinheit der Polizei zu dem Einsatz. Der Verletzte wurde nach der Versorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik gebracht.

"Auch dort fanden sich bei dem Krankenhausgebäude um die 30 Personen ein, und die Polizei musste auch dort die Situation betreuen", gab die Polizei bekannt. Erst gegen 3 Uhr morgens sei dieser Einsatz beendet gewesen.

Am Montag gaben die Beamten schließlich bekannt, dass Yamak am Sonntagnachmittag gestorben sei. Ob die verzögerten Rettungsmaßnahmen mitverantwortlich sind, dass dem 38-Jährigen das Leben nicht gerettet werden konnte, versucht nun die Polizei zu ermitteln.

Box-Plattform spricht von Herzinfarkt nach der zweiten Runde

Ob der Halbschwergewichtler aus der Landeshauptstadt tatsächlich durch einen Schlag seines Gegners tödlich verletzt wurde, wird innerhalb der Box-Community angezweifelt.

"Auf Videoaufnahmen, welche kurzerhand bei Facebook von einem Zuschauer veröffentlicht wurden, war zu sehen, wie er zur dritten Runde antreten wollte, dann jedoch zusammensackte und auf den Ringboden fiel, wo er regungslos liegen blieb", heißt es auf der Plattform "Boxen1".

"Bis zu diesem Zeitpunkt soll es keinerlei harte Treffer oder ähnliches gegeben haben", heißt es weiter. Boxen1 spricht in seinem Beitrag von einem Herzinfarkt.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Musa Askan Yamak

Mehr zum Thema München Unfall: