Mädchen (†13) stirbt bei Busunfall: Wie sicher sind die Öffentlichen?

Von Cordula Dieckmann

München - Die genaue Ursache für den tödlichen Unfall eines Linienbusses in München ist zwei Tage später noch nicht geklärt. Der Fahrer habe einen medizinischen Notfall erlitten, Details dazu würden aber immer noch ermittelt, hieß es vom Münchner Polizeipräsidium.

Der Linienbus wurde nach seinem Aufprall auf eine Betonmauer geborgen.
Der Linienbus wurde nach seinem Aufprall auf eine Betonmauer geborgen.  © Stefan Puchner/dpa

Der Bus war am Samstag im Osten Münchens von der Straße abgekommen und gegen eine Hauswand geprallt. Eine 13-Jährige kam dabei ums Leben, der 38 Jahre alte Busfahrer wurde schwer verletzt, vier Mädchen und eine 44-Jährige erlitten leichtere Verletzungen.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) verwies in dem Zusammenhang auf die grundsätzliche Sicherheit von Linienbussen. Eine Anschnallpflicht gelte nur bei Geschwindigkeiten ab 60 Kilometern pro Stunde, sagte ein Sprecher.

Im normalen Stadtverkehr werde aber eine Gurtpflicht nicht diskutiert, da es auch nur ein relativ geringes Unfallgeschehen gebe. Es gebe zwar Unfälle mit Linienbussen, diese gingen aber in der Regel mit leichteren Verletzungen aus.

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Nach Angaben der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG müssen sich Fahrer von Bussen regelmäßig durchchecken lassen. Die Fahrerlaubnis werde für maximal fünf Jahre erteilt, sagte ein Sprecher.

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Alle Linienbusse der MVG müssen mit einem Aufmerksamkeitswarnsystem ausgestattet sein. Es konnte jedoch nicht den Unfall verhindern.
Alle Linienbusse der MVG müssen mit einem Aufmerksamkeitswarnsystem ausgestattet sein. Es konnte jedoch nicht den Unfall verhindern.  © Stefan Puchner/dpa

Zudem müssten alle seit Juli 2024 zugelassenen Linienbusse mit einem Aufmerksamkeits- und Müdigkeitswarnsystem ausgestattet sein. Damit werde das Fahrverhalten, Lenkmuster und gegebenenfalls Blickverhalten überwacht und bei Müdigkeit oder nachlassender Aufmerksamkeit entsprechend gewarnt.

Der Unfall hatte für tiefe Betroffenheit gesorgt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) hatte sich in den sozialen Medien geäußert. "Meine Gedanken sind bei den Eltern und den Angehörigen und Freunden des jungen Mädchens", sagte er in einem Video.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 38-jährige Fahrer am Samstagnachmittag mit dem Bus von der Straße abgekommen. Daraufhin sei das Fahrzeug gegen die Hauswand eines Gebäudes der Stadtwerke München gefahren, meldete die Polizei. Reiter sprach von einem ungebremsten Aufprall.

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Die 13-Jährige hatte nach Angaben der Polizei auf dem Platz hinter dem Busfahrer gesessen und wurde durch die Wucht des Aufpralls zum Teil aus dem Seitenfenster gegen die Hauswand geschleudert. Sie starb noch vor Ort.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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