Wunder oder Blödsinn? 71- Jähriger besiegt angeblich unheilbaren Krebs mit heiligem Wasser

England/Frankreich - Der Engländer Kazik Stepan (71) ist davon überzeugt, dass sein diagnostizierter inoperabler Tumor am Rückenmark durch das heilige Wasser der "Grotte von Massabielle" in Lourdes (Südfrankreich) geheilt wurde. Jetzt wird das "Wunder" überprüft.

Tausende Pilger nehmen jedes Jahr Bäder in dem Quellwasser, im festen Glauben an eine Wunderheilung.
Tausende Pilger nehmen jedes Jahr Bäder in dem Quellwasser, im festen Glauben an eine Wunderheilung.  © dpa/EPA/CAROLINE BLUMBERG

Als Jugendlicher erhielt der heute 71-Jährige die furchtbare Diagnose Krebs, wodurch er nicht mehr in der Lage war, zu laufen. Da ihm keine Chance auf Heilung eingeräumt wurde, beschloss er 1965 nach Lourdes zu pilgern und dort in dem heiligen Wasser zu baden und auf ein Wunder zu hoffen. Ärzte befürchteten damals sogar, der junge Mann würde diese Reise nicht überleben, so die "Daily Mail".

Nach eigener Aussage trat dieses Wunder dann aber tatsächlich ein. Nach dem Bad war er das erste Mal wieder in der Lage, zu laufen.

Jetzt soll der Pensionär wieder an den Ort der Wunderheilung zurückkehren, um den Fall vom "International Medical Committee of Lourdes" untersuchen zu lassen.

30 Ärzte werden sich dort dem Fall annehmen. Es muss unter anderem überprüft werden, ob der heute 71-Jährige tatsächlich unheilbar krank war, bevor er in dem Wasser badete. Noch im Oktober wird das Ergebnis der Ärzte erwartet. Sollten sie das "Wunder" bestätigen, wäre das der erste Fall einer Wunderheilung eines Briten.

Schätzungsweise 100 Menschen pro Jahr behaupten, nach dem Bad in dem heiligen Wasser, geheilt worden zu sein. Die katholische Kirche bestätigte bisher 70 Wunderheilungen.

Bisher konnte durch Untersuchungen keine besondere Mineralstoffzusammensetzung des Quellwassers festgestellt werden, die solche Phänomene wie Heilung verursachen könnte.

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