Gesundheit statt Sex! Das sind die größten Wünsche der Deutschen für 2026
München - Gesundheit und Frieden stehen ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen für 2026. Ein erfülltes Sexleben landet dagegen abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Das zeigt eine repräsentative bundesweite Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Norstat im Auftrag des Erotik-Magazins "Playboy".
Das Ergebnis passt zur allgemeinen Stimmungslage: Dauerkrisen, Kriege und negative Schlagzeilen haben bei der Bevölkerung Spuren hinterlassen.
Das derzeitige gesundheitliche Wohlbefinden bewerten die Deutschen aktuell nur mit der Durchschnittsnote 3,1, also "noch befriedigend". Besonders ernüchternd: Rund ein Drittel der Befragten (33 Prozent) gibt sich selbst die Schulnoten 4 bis 6.
Entsprechend klar fallen die Wünsche für 2026 aus. Ganz oben auf der Liste steht eine bessere eigene Gesundheit (67,6 Prozent). Fast ebenso viele (66,7 Prozent) sehnen sich nach stabilem Frieden in Europa und in der Ukraine.
Danach folgt ein bunter Mix aus privaten und politischen Hoffnungen: weniger Bürokratie (58,5 Prozent), mehr Geld und weniger Steuern (56 Prozent), eine handlungsfähige Regierung (55 Prozent), mehr Wirtschaftswachstum (51 Prozent) und eine Stabilisierung der deutschen Industrie (46 Prozent).
Auch persönliche Träume fehlen nicht: 44 Prozent wollen im kommenden Jahr mehr reisen und Urlaub machen, 34 Prozent wünschen sich mehr Zeit für sich selbst und ihre Hobbys. Auffällig: Mehr Sex landet mit 24 Prozent abgeschlagen am Ende der Top-20-Wunschliste.
Schlechteste Durchschnittsnote für deutsche Politik
Bei den guten Vorsätzen zeigt sich dagegen klassische Neujahrs-Disziplin: Ganz vorne steht "das Leben mehr genießen" (44 Prozent). Dahinter folgen gesündere Ernährung (33 Prozent) und mehr Sport (32 Prozent).
Lichtblicke gibt es trotzdem: Ihre familiäre Situation bewerten die Deutschen mit einer soliden 2,4, auch die Balance zwischen Arbeit und Freizeit kommt mit der Note 2,8 noch ordentlich weg.
Ganz anders die Politik: Sie kassiert mit der Durchschnittsnote 4,4 das mit Abstand schlechteste Zeugnis!
Das Meinungsforschungsinstitut Norstat befragte 1062 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer in Deutschland.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dpa

