Wirbel um DDR-Schlagerstar Regina Thoss! Sie wurde rausgeworfen

Bitterfeld-Wolfen - Regina Thoss darf nicht auf dem Nikolausmarkt singen. "Der Veranstalter hat mich rausgeworfen, ich bin fassungslos und traurig", so die Sängerin.

Die gebürtige Zwickauerin Regina Thoss (72) wurde in Bitterfeld-Wolfen ausgeladen.
Die gebürtige Zwickauerin Regina Thoss (72) wurde in Bitterfeld-Wolfen ausgeladen.  © Imago

Die gebürtige Zwickauerin, die in Berlin wohnt, sollte ursprünglich am 6. Dezember beim "Musikalischen Nikolausmarkt" in Bitterfeld-Wolfen auftreten, das wurde auch auf Flyern angekündigt. Daraus wird nun nichts. Der Veranstalter zog die Reißleine.

Das Programm ist kurzerhand geändert worden. Regina Thoss (72, "Die Liebe ist ein Haus") wurde gestrichen. Für sie soll beim Fest vorm Mehrgenerationenhaus die Partyband "Wirbelwind" auftreten, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ).

Der Grund für sei ein kürzlich zurückliegender Auftritt des DDR-Stars beim "Sozialen Weihnachtsmarkt" im Sozialkaufhaus. Sie hatte sogar noch für ihr Konzert in der Stadt geworben.

Nur kurze Zeit später hat Nikolausmarkt-Organisator, Sänger und Entertainer Marko Roye bei Facebook den Rauswurf verkündet: "Änderung des Programms! Regina Thoss wird auf unserem Nikolausmarkt nicht auftreten. Aber wir haben für zünftigen Ersatz gesorgt."

Statt Regina Thoss gibt's "Wirbelwind".
Statt Regina Thoss gibt's "Wirbelwind".

Organisator Marko Roye sieht die Auftritte von Regina Thoss "zeitlich und geografisch zu eng beieinander liegen", wie er sagt: "Das Mehrgenerationenhaus und das Sozialkaufhaus liegen nur 300 Meter Luftlinie auseinander. Ich musste deshalb befürchten, dass deutlich weniger Leute am 6. Dezember kommen."

Die MZ zitiert Roye: "Mir tut es auch leid für Frau Thoss, alles andere konnten wir aber nicht verantworten." Schließlich werde Royes Nikolausmarkt mit 4000 Euro aus Brauchtumsgeldern der Stadt finanziert. Hier erkennt der stellvertretender Ortsbürgermeister (Die Linke) von Wolfen "eine Verantwortung".

Ein Event-"Szene-Kenner" spricht von einer ungeschriebenen Regel. Zwei Auftritte müssten entweder mindestens vier Wochen auseinander liegen oder mindestens 50 Kilometer entfernt liegen.

Regina Thoss versteht die Welt nicht mehr. Für sie war der Termin beim "Sozialen Weihnachtsmarkt" eine Benefizveranstaltung, beim Nikolausmarkt hätte sie "ganz andere Lieder" gesungen. Nach der Absage habe sie gar über rechtliche Schritte nachgedacht: "Das bringt doch nichts."

Übrigens, auch Veranstalter Roye dachte über Schadensersatzforderungen nach. Schließlich hätten die Flyer mit dem falschen Hinweis auf Schlagerstar Regina Thoss ja Geld gekostet... Regina Thoss hätte dem Veranstalter Bescheid geben sollen, so seine Argumentation.

Bitter, denn Leidtragende sind die Fans, die sich auf Regina gefreut haben...

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