Hier entsteht Sachsens erste legale Cannabis-Plantage

Radeburg - Jetzt ist es offiziell: Ein alter Schlachthof wird Sachsens erste legale Marihuana-Plantage.

In diesem alten Schlachthof werden die Pflanzen hochgepäppelt.
In diesem alten Schlachthof werden die Pflanzen hochgepäppelt.  © Ove Landgraf

Das Bundesinstitut für Arzneimittel erteilte den Cannabis-Produzenten um die kanadische Wayland-Gruppe die Lizenz, am Standort Naunhof in den nächsten vier Jahren jeweils 600 Kilogramm medizinisches Cannabis zu züchten.

Nach der Löblein-Pleite (2003) stand Sachsens größter und modernster Schlachthof in Naunhof bei Radeburg leer. Doch nach der Lizenzerteilung zieht hier Leben ein. Morten Brandt von der Wayland-Group: "Wir planen jetzt mit einem Generalunternehmer die Entkernung und den Produktions-Aufbau. Spätestens Ende kommenden Jahres wollen wir erstmals ernten." Etwa 200 Arbeitsplätze entstehen rund um den Standort.

In Deutschland werden für die nächsten vier Jahre insgesamt 10 Tonnen medizinisches Cannabis angebaut, jedoch lag der Jahresbedarf im vergangenen Jahr bereits bei 13 Tonnen.

Morten Brandt: "Wir haben von der Landesdirektion Sachsen und der Bundesopiumstelle bereits Lizenzen für den Import erhalten." Somit wird künftig regelmäßig auch ein Flieger mit Cannabis aus Kanada in Sachsen ankommen. Von Naunhof aus wird das Medizinprodukt dann an die Apotheken verteilt.

Cannabis lässt sich anpflanzen wie Möhren oder Petersilie - ist aber etwas umstrittener.
Cannabis lässt sich anpflanzen wie Möhren oder Petersilie - ist aber etwas umstrittener.  © dpa/ZUMA Wire/Nir Alon

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