Mafia-Methoden im Drogenmilieu: Was lief da mit Dustin und Justin?

Chemnitz - Mafia-Methoden und Drogenhandel: Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz müssen sich Dustin G. (21) und Justin H. (20) seit Dienstag vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten.

Prozess am Chemnitzer Landgericht: Dustin G. (21, l.) und Justin H. (20) sollen Drogen auf Kommissionsbasis verkauft haben.
Prozess am Chemnitzer Landgericht: Dustin G. (21, l.) und Justin H. (20) sollen Drogen auf Kommissionsbasis verkauft haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Weil Lukas B. (20) angeblich seine Schulden bei den beiden nicht bezahlte, sollen sie ihn neben einem fahrenden Auto hergeschleift haben.

Insgesamt 177,5 Gramm Marihuana für 1830 Euro sollen Dustin und Justin an Lukas B. auf Kommissionsbasis verkauft haben.

Pech für Lukas: Drogen im Wert von 750 Euro verschwanden aus dem Garagenversteck. Dustin und Justin setzten ihm laut Anklage eine Frist, erhöhten die Schulden mit Zinsen auf 1500 Euro.

Als die Frist abgelaufen war, sollen die beiden (und ein weiterer unbekannter Täter) Lukas zusammengeschlagen haben.

Damit nicht genug: Einer der Täter griff aus einem Auto heraus die Lukas' Jacke und zerrte ihn zehn Meter neben sich her!

Lukas ging mit seiner Mutter zur Polizei. Bei Hausdurchsuchungen fand die Polizei bei Dustin und Justin nicht nur Marihuana, sondern auch illegale Waffen. Polizistin Kerstin K. (58) sagte als Zeugin aus: "Wir haben bei Justin H. im Kinderzimmer einen Schlagstock gefunden." Auch in Dustins Wohnung fanden sich ein Springmesser und eine Luftpistole.

Die Angeklagten schwiegen zu den Vorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt. Den beiden drohen bis zu fünf Jahren Haft.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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