Premiere eines Buchklassikers: Chemnitz holt "Die unendliche Geschichte" auf die Bühne

Chemnitz - Es ist (Vor-)Weihnachtszeit bei den Theatern Chemnitz: Mit Michael Endes (1929-1995) "Die unendliche Geschichte" feierte am Samstag das diesjährige Weihnachtsmärchen im Schauspielhaus (Zieschestraße) eine fantastische Premiere.

Atréju (Konstantin Weber) mit Glücksdrache Fuchur.
Atréju (Konstantin Weber) mit Glücksdrache Fuchur.  © Theater Chemnitz/ Dieter Wuschanski

Der schüchterne Außenseiter Bastian stolpert Hals über Kopf in einen Buchladen. Dort entdeckt er das Buch "Die unendliche Geschichte", vertieft sich darin und wird schließlich Teil der Geschichte. Der Held Atréju reist durch Phantásien, um ein Heilmittel für die erkrankte Kindliche Kaiserin zu finden. Wird ihr nicht geholfen, ist das ganze Land verloren. Dann wird Bastian zum Retter in der Not, doch schließlich braucht auch er Hilfe.

"Es lebe die Fantasie!" Der Abschlusssatz der Chemnitzer Inszenierung macht der Geschichte alle Ehre. Mit liebevoll gestalteten Kostümen (von Stefan Morgenstern, auch Kulisse) werden die Fantasiewesen zum Leben erweckt, allen voran der Glücksdrache Fuchur, der mit Hilfe von Mona Krueger und Matthias Redekop vom Figurentheater lebendig wird und dank Videoeinspielung sogar fliegen kann.

Konstantin Weber ("Der kleine Lord Fauntleroy") stürzt sich mit dem glänzend aufgelegten Ensemble (Alexander Ganz, Lauretta van de Merwe, Wolfgang Adam, Susanne Stein, Philipp von Schön-Angerer sowie Studenten und Statisterie) als grüner Held Atréju heldenhaft und energiegeladen ins Abenteuer und begeistert das Publikum ebenso wie der Rest der Crew.

Bühnenversion muss sich nicht hinter dem Film verstecken

Bastian (Alexander Ganz) ist in Phantásien angekommen und trifft auf Gráogramán (Philipp von Schön-Angerer)
Bastian (Alexander Ganz) ist in Phantásien angekommen und trifft auf Gráogramán (Philipp von Schön-Angerer)

Regisseurin Silke Johanna Fischer ("Die kleine Hexe") führt in der zweistündigen Inszenierung behutsam durch die Fantasiewelt, ohne das es langweilig wird, denn hinter jedem Bühnenfelsen wartet ein neues skurriles Wesen auf die Helden.

"Die unendliche Geschichte" fesselt große wie kleine Besucher in ihren Sitzen. Minutenlang wurde am Ende der Premiere applaudiert, vereinzelt gab es auch stehende Ovationen. Die Bühnenversion muss sich nicht hinter dem Film von 1984 verstecken. Die Themen wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft sind heute noch so aktuell wie vor 40 Jahren, als das Buch erschien.

Die nächste Aufführung von "Die unendliche Geschichte" am 1. Dezember ist bereits ausverkauft. Für die Vorstellungen am 2. und 3. Dezember um 10 Uhr gibt es noch Restkarten ab 13 Euro.

Das Ensemble von "Die unendliche Geschichte".
Das Ensemble von "Die unendliche Geschichte".  © Theater Chemnitz/ Dieter Wuschanski

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