Mord in Aue: Geständnis im Wohnheim? Angeklagter packte bei Betreuerin aus

Chemnitz - Neue Details rund um den grausamen Tod von Christopher W. († 27): Der Erzgebirger war im April 2018 brutal ermordet worden (TAG24 berichtete).

Stephan H. (22) schweigt im Prozess - kurz nach der Tat vertraute er sich aber einer Betreuerin an.
Stephan H. (22) schweigt im Prozess - kurz nach der Tat vertraute er sich aber einer Betreuerin an.  © Haertelpress

Angeklagt sind Stephan H. (22), Jens H. (22) und Terenc H. (25). Vor Gericht gibt sich das Trio cool: Ohne große Regungen verfolgen die drei den Prozess. Zwei Angeklagte schweigen gelangweilt, Terenc H. beruft sich auf Erinnerungslücken.

Aber: Die Realität sah anders aus. Während sich Jens H. bereits in einem Bettelbrief an seine Ex-Freundin entschuldigte, hielt es offenbar auch Stephan H. nicht mehr aus. Der junge Mann wurde zur Tatzeit in einem Wohnheim betreut, kämpfte dort gegen seine Alkoholsucht.

Und offenbar gegen die grausamen Bilder der blutigen Tat: Einer Betreuerin vertraute er sich kurz nach dem Mord an. Olaf F. (51) ist Sozialtherapeut in dem Heim: "Er offenbarte sich meiner Kollegin, es waren schreckliche Details."

Dass sich das Trio am Tatort aufhielt, scheint jetzt auch endgültig belegt. Das Gelände liegt unmittelbar am Betriebshof des Busunternehmens RVE.

Mitarbeiter Ronny H. (38) sah die drei Männer: "Es war genau 19.59 Uhr, als sie die Straße entlangliefen. Die Zeit ergibt sich aus meinem Fahrtenschreiber. Die Straße führt zu der Halle, wo der Tote lag."

Der Prozess wird fortgesetzt, den Angeklagten droht lebenslange Haft.

Titelfoto: Haertelpress

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