Über "Schmerz und Eitelkeit" beim Friseur: So litten die Menschen früher für schönes Haar

Chemnitz - Diese Ausstellung ist eine "haarige Angelegenheit". Das Wasserschloss Klaffenbach zeigt die Schau "Schmerz und Eitelkeit" - mit Geräten, die vom 17. bis 20. Jahrhundert bei Badern, Friseuren, Barbieren und Perückenmachern zum Einsatz kamen. Teilweise glichen diese fiesen Folter-Instrumenten ...

Kurator Gunter Springsguth (70) und Projektleiterin Annekathrin Lehmann (36) mit einer historischen Trockenhaube.
Kurator Gunter Springsguth (70) und Projektleiterin Annekathrin Lehmann (36) mit einer historischen Trockenhaube.  © Uwe Meinhold

So ist beispielsweise eine historische Haarschneidemaschine zu sehen. "Der Lehrling musste an einem Rad drehen. Auf der anderen Seite bewegten sich Klingen, die vom Friseur gehalten wurden", sagt Kurator Gunter Springsguth (70).

Dabei blieben Verletzungen nicht aus. Weitere Ausstellungsstücke: eine Trockenhaube für Dauerwellen, die sich bis auf 70 Grad Celsius erhitzte, und Brennscheren, die früher als Lockenwickler dienten. "Die geringste Unachtsamkeit führte zu Verbrennungen der Kopfhaut", so Springsguth.

Alle Exponate stammen aus der Sammlung des Riesaer Friseurmeisters Gunter Heil (80). Dazu zählen auch Haarschmuck, Kämme, Parfümflakons und Bilder mit Frisuren, die damals "in" waren. An einer Selfie-Wand können sich die Gäste zudem mit Perücken fotografieren.

Die Schau ist vom 22. November bis zum 26. Januar zu sehen (dienstags bis sonn-/feiertags: 11 bis 17 Uhr, Eintritt: 7/5 Euro). Besucher dürfen bei einer Preview bereits am 20. und 21. November die Ausstellung besichtigen. Vernissage ist am Donnerstag um 19 Uhr (Eintritt frei).

Mit dieser Maschine wurden früher Haare geschnitten.
Mit dieser Maschine wurden früher Haare geschnitten.  © Uwe Meinhold
Postkarten in der Ausstellung zeigen, welche Frisuren vor rund 200 Jahren im Trend waren.
Postkarten in der Ausstellung zeigen, welche Frisuren vor rund 200 Jahren im Trend waren.  © Uwe Meinhold

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