CFC-Kapitän Hoheneder mit Liebeserklärung an Chemnitz

Chemnitz - Niklas Hoheneder hat als Profi viel erlebt. Abstiegskampf in der 3. Liga ist für den CFC-Kapitän Neuland.

Vorbildlicher Zweikämpfer: Niklas Hoheneder gewinnt hier das Kopfballduell mit Lauterns Timmy Thiele.
Vorbildlicher Zweikämpfer: Niklas Hoheneder gewinnt hier das Kopfballduell mit Lauterns Timmy Thiele.  © Picture Point/Gabor Krieg

War das zurückliegende Halbjahr das schwierigste in seiner Laufbahn? Hoheneder antwortet mit einem klaren "nein, überhaupt nicht. Es macht jeden Tag Spaß mit den Jungs. Ich freue mich auf jede Trainingseinheit."

Der Österreicher erklärt: "Natürlich spielst du lieber oben mit. Aber der Kampf gegen den Abstieg hat ebenfalls seinen Reiz. Da sind ganz andere Tugenden gefragt. Ich hatte noch keinen einzigen Tag, wo ich gedacht habe: Scheiße, dass ich hier in Chemnitz gelandet bin."

Dabei war in den vergangenen zwölf Monaten einiges los beim CFC. Sportlich erfolgreich (direkter Wiederaufstieg) sorgte der Verein abseits des Geschehens für jede Menge Negativ-Schlagzeilen. Erinnert sei an den 9. März (Trauer-Zeremonie für den verstorbenen Neonazi Thomas Haller), die fristlose Entlassung von Torjäger Daniel Frahn Anfang August oder den Doppel-Rücktritt von Trainer David Bergner und Geschäftsführer Thomas Sobotzik einen Monat später.

Erst mit der Verpflichtung von Coach Patrick Glöckner kehrte Ruhe ein. Unter dem 43-Jährigen ging es auch sportlich spürbar voran.

Nur den Sprung auf den Nichtsabstiegsplatz verpassten die Himmelblauen vor knapp einer Woche.

CFC-Kapitän Hoheneder zum ersten Mal zu Weihnachten mit Tochter in Österreich

CFC-Kapitän Niklas Hoheneder hat mit den Himmelblauen ein spannendes, ereignisreiches Jahr hinter sich. Der 33-Jährige verbringt derzeit die freien Tage mit seiner Familie in der Heimat in Österreich. Im neuen Jahr will er wieder mit seiner Mannschaft ang
CFC-Kapitän Niklas Hoheneder hat mit den Himmelblauen ein spannendes, ereignisreiches Jahr hinter sich. Der 33-Jährige verbringt derzeit die freien Tage mit seiner Familie in der Heimat in Österreich. Im neuen Jahr will er wieder mit seiner Mannschaft ang  © Picture Point/Gabor Krieg

Was die Sinne der Spieler nochmals schärfen wird, glaubt Hoheneder: "Bei einem Sieg oder Punkt in Mannheim hätten wir vielleicht gedacht: Jetzt läuft es von allein. Da wir in den vergangenen Wochen zwar gut gespielt, aber zu wenig Punkte geholt haben, stehen wir unter dem Strich. Jeder weiß, um was es im neuen Jahr geht. Wenn einer denkt, es geht von allein, dann haben wir schon verloren."

Aktuell können die Chemnitzer abschalten, durchpusten, die Köpfe frei kriegen für die schwierige Rückrunde.

Hoheneder hat es mit seiner Familie in die Heimat nach Linz gezogen. "Zum ersten Mal seit meine Tochter auf der Welt ist", verrät der 33-Jährige, der sein Herz in seiner Zeit bei RB Leipzig an Susann verloren hat. Vor viereinhalb Jahren erblickte Tochter Hilda in der Messestadt das Licht der Welt.

Hoheneder: "In diesem Jahr hat sie zum ersten Mal das Christkind kennengelernt, das am 24. Dezember in Österreich zu den Kindern kommt. Hier in Sachsen war es immer der Weihnachtsmann."

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