Dresdner Schulamtsleiter stirbt bei Rad-Unfall

Dresden - Große Trauer im Rathaus: Der Chef des Schulverwaltungsamtes, Falk Schmidtgen, ist tot. Der 54-Jährige kam bei einem tragischen Fahrradunfall ums Leben, wurde von einem Besoffenen einfach totgerast.

Falk Schmidtgen (†54) starb bei einem schrecklichen Radunfall.
Falk Schmidtgen (†54) starb bei einem schrecklichen Radunfall.

Am Dienstagabend gegen 20 Uhr war der beliebte Amtsleiter mit seinem Rad auf der S81 zwischen Friedewald und Auer unterwegs. Ein Fiat-Ducato-Fahrer (42) sah den Radler offenbar nicht. Kurz nach dem Abzweig Friedewald erfasste er den Dresdner Schul-Chef, der nach dem Zusammenprall noch etwa 70 Meter weit durch die Luft geschleudert wurde. Der Fiat kam erst 100 Meter weiter zum Stehen (TAG24 berichtete).

Die sofort alarmierten Retter konnten das Leben des 54-Jährigen nicht mehr retten. Alle Maßnahmen blieben vergebens. Er verstarb an der Unfallstelle. Unglaublich: "Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass der 42-jährige Fiatfahrer unter Einfluss von Alkohol stand. Ein Test ergab einen Wert von fast 1,7 Promille", so Polizeisprecher Stefan Grohme (38).

Das Dresdner Rathaus steht unter Schock. Schmidtgen galt als über alle Parteigrenzen hinaus anerkannter Fachmann. Fast schon legendär war seine Detailkenntnis über jede einzelne Dresdner Schule. Egal ob Klassen-Anzahl, nächste Sanierungsmaßnahme und mögliche geplante Ausweichstandorte samt Auswirkungen auf alle anderen Schulen: Schmidtgen hatte die Fakten stets parat.

Am Dienstagnachmittag kämpfte Schmidtgen sich im Rathaus durch Beratungen. Als alle anderen Feierabend machten, schrieb der Familienvater noch an einer letzten dringenden Vorlage für den Stadtrat. Dann machte sich der Radsportler auf den Weg nach Hause - wo er nie ankam. Eine für heute geplante Sporthalleneröffnung wurde abgesagt.

Der Fiat Ducato-Fahrer fuhr Falk Schmidtgen von hinten an.
Der Fiat Ducato-Fahrer fuhr Falk Schmidtgen von hinten an.  © Roland Halkasch
Schmidtgens Fahrrad nach dem Unfall.
Schmidtgens Fahrrad nach dem Unfall.  © Tino Plunert

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