Erst Horrorfilme, dann Sex: Mädchen (12) von Stiefvater missbraucht?

Dresden - Was geschah in der Einraumwohnung des Stiefvaters? Diese Frage muss das Jugendschutzgericht derzeit in Dresden klären. Laut Anklage missbrauchte Hendrik S. (56) seine Stieftochter Melanie (12, Name geändert) nach gemeinsamen Horrorfilm-Abenden. Der Walzwerker aus Riesa bestreitet vehement.

Hendrik S. (56) bestreitet alle Anklagepunkte.
Hendrik S. (56) bestreitet alle Anklagepunkte.  © Holm Helis

"Ich weiß nicht, warum sie das behauptet", so Hendrik S. "Vielleicht, weil es irgendwann mal nicht nach ihrem Kopf ging."

Wenn Melanie beim Stiefvater war, so die Anklage, kam es zu Übergriffen. Erst schauten beide Horrorfilme. Dann habe der Vater das Kind entkleidet, es geküsst, den Oralverkehr an ihr vollzogen.

Obwohl sich Melanie stets gewehrt habe. Einmal soll er sein Opfer mit Amaretto-Cola gefügig gemacht haben. "Ich trinke keinen Alkohol", so Hendrik S. "Also würde ich auch nie dem Kind so was geben."

Auf die Frage der Richterin, ob er sich erklären könne, wie Melanie auf derlei Schilderung gegenüber Ermittlern und Gutachter kommt, sagte der Angeklagte: "Sie muss heimlich Pornos geschaut haben."

Seit sich das Kind der Mutter offenbarte, der Fall zur Anzeige kam, sitzt der Stiefvater in U-Haft. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Holm Helis

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0