Dresdens erster Italiener kommt zurück! Guiseppe Balducci gibt sich wieder die Ehre

Dresden - Guiseppe Balducci feiert am Dienstag nicht nur seinen 60. Geburtstag in Dresden - er will hier auch wieder kochen und singen!

Zu guten alten Zeiten 2002 im "Cafe Prag": Giuseppe Balducci (l.) und Diskotheker Wolle Förster.
Zu guten alten Zeiten 2002 im "Cafe Prag": Giuseppe Balducci (l.) und Diskotheker Wolle Förster.  © DPA/Robert Michael

1990 war der gebürtige Apulier von Frankfurt nach Dresden gekommen und hatte hier erst die legendäre "Leiter", dann 15 Jahre das "Cafe Prag" bewirtschaftet.

Nach Streitigkeiten mit dem Vermieter, der Patrizia AG, hatte er Dresden den Rücken gekehrt. Guiseppe kochte von Frankfurt bis Cottbus, aber Dresden ließ ihn nicht los.

"Mein Herz schlägt für die Stadt. Ich muss und will hier wieder arbeiten." Wird er.

Guiseppe will mit einem Kompagnon in der Innenstadt ein italienisches Restaurant eröffnen - "Balducci" soll es heißen. Drei Standorte stehen zur Wahl. "Bis 3. März werde ich mich entscheiden", verspricht der Vollblut-Italiener.

Davor zieht sich Balducci zu einer buddhistischen Reinigungskur für neun Tage in den Odenwald zurück. Ein Ritual, dem sich Balducci nach seiner Krebserkrankung aller zwei Jahre unterzieht. "Das gibt mir Kraft und Energie für die bevorstehende Arbeit. Ich habe mir viele neue Rezepte für Dresden ausgedacht. Ich will Gastgeber sein, Gerichte wie Wolfsbarsch in Salzkruste am Gästetisch vorbereiten, Kochevents ausrichten, eine neue CD einsingen ..."

Aber davor feierte er am Montag mit 60 Gästen bei seinem Cousin im Lokal "La deutsche Vita" in sein Jubiläum rein.

Giuseppe Balducci war nie ganz aus Dresden weg: 2008 lud er zum Hummerkochkurs ins "Kocheck" ein.
Giuseppe Balducci war nie ganz aus Dresden weg: 2008 lud er zum Hummerkochkurs ins "Kocheck" ein.  © Thomas Türpe
15 Jahre bewirtschaftete Giuseppe Balducci das legendäre "Cafe Prag" am Altmarkt.
15 Jahre bewirtschaftete Giuseppe Balducci das legendäre "Cafe Prag" am Altmarkt.  © Kerstin Einhorn

Titelfoto: Thomas Türpe

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