Er macht die 80 voll: Kölner Legende in Italien vergessen?

Mailand/Köln – Der frühere Fußball-Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger hat kurz vor seinem 80. Geburtstag den Eindruck, in Deutschland in Vergessenheit geraten zu sein.

Karl-Heinz Schnellinger (r) mit Gianni Rivera nach dem legendären WM-Halbfinale 1970 gegen Italien (3:4 n. V.).
Karl-Heinz Schnellinger (r) mit Gianni Rivera nach dem legendären WM-Halbfinale 1970 gegen Italien (3:4 n. V.).  © DPA

"Die Leute können sich ja nicht alles merken, was man gewonnen hat", sagte der gebürtige Dürener Schnellinger, der seit langem in Italien in der Nähe von Mailand lebt, der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 80. Geburtstag am Sonntag (31. März).

In Deutschland habe man ihn nur gerufen, "wenn es brannte, wenn einer fehlte, wenn sie mich brauchten. Sonst hat sich wenig einer drum gekümmert. Auch heute. Wer kümmert sich im Deutschen Fußball schon um die Älteren?"

Schnellinger bestritt vier Weltmeisterschaften zwischen 1958 und 1970 für die Nationalmannschaft und machte sich vor allem mit seinem Tor im WM-Halbfinale gegen Italien 1970 in Mexiko einen Namen.

Der Abwehrspieler spielte von 1958 bis 1963 beim 1. FC Köln und feierte mit dem Club 1962 die deutsche Meisterschaft. Danach wechselte Schnellinger nach Italien, wo er beim AC Mailand seine größten Erfolge einfahren konnte.

Nach insgesamt zehn Titeln beendete der Linksverteidiger seine Karriere im Jahr 1975. Seitdem wohnt der 47-malige Nationalspieler in Segrate bei Mailand.

Der Ausgleichstreffer bei der WM 1970 war Schnellingers einziger Treffer in der Nationalmannschaft.
Der Ausgleichstreffer bei der WM 1970 war Schnellingers einziger Treffer in der Nationalmannschaft.  © DPA

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