Kopfschuss in Video von "Goitzsche Front": Doch YouTube sperrt das Tape aus einem anderen Grund

Bitterfeld - Am 1. November hatte die Ostrock-Band "Goitzsche Front" das Musikvideo zu ihrer neuen Single "Wir sind aus Gold" auf YouTube veröffentlicht. Prompt wurde das Video gesperrt - aus einem Grund, der die Musiker sehr verwundert.

Die vier Jungs von "Goitzsche Front" stammen aus Bitterfeld.
Die vier Jungs von "Goitzsche Front" stammen aus Bitterfeld.  © PR

Das Video erzählt von einem schmierigen Musikproduzenten, der seine Künstler demütigt, zu Sex zwingt und mit Drogen gefügig gemacht - die vier Jungs von "Goitzsche Front" schuften derzeit in einer alten Mine und machen schließlich kurzen Prozess mit dem Bösewicht: Der kassiert nämlich am Ende einen Kopfschuss.

Vier Tage nach Erscheinen der Single setzt auch YouTube dem Clip ein Ende und zensiert das Video so, dass man es nur sehen kann, wenn man über 18 Jahre alt ist. Und zwar nicht wegen dem zugegebenermaßen sehr fragwürdigen Kopfschuss, sondern wegen der Szene, in der Kokain konsumiert wird.

Sänger Pascal "Bocki“ Bock meldet sich auf Facebook dazu bei seinen Fans. "Das spiegelt doch die Gesellschaft wieder", findet der Rocker, "ein Menschenleben scheint nicht so viel Wert zu sein wie die Tatsache, dass jemand Drogen konsumiert oder Steuern hinterzieht!"

Die Fans scheint das nicht groß zu stören: "Große Klasse, macht weiter so, Jungs!", ist der Tenor in den Kommentaren.

Wegen dem Heimatbezug und der Systemkritik in den Texten wird "Goitzsche Front" immer wieder als Rechtsrock-Band bezeichnet. Davon haben sich die Mitglieder aber stets vehement distanziert.

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