"Grüße aus Connewitz": Linksextreme überfallen Bauunternehmerin

Leipzig - Am Sonntagabend kam es zu einem Angriff auf eine 34-Jährige in Leipzig-Wahren. Bei der Verletzten handelt es sich um die Prokuristin eines Leipziger Bauunternehmens - zu den Tätern gibt es bereits ein Bekennerschreiben auf der linken Online-Plattform "Indymedia".

Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.  © 123 RF

Gegen 19 Uhr soll sich der Vorfall ereignet haben, bestätigt Tom Bernhardt, der Sprecher des Landeskriminalamts in Sachsen.

Nach ersten Angaben hatte eine Gruppe Unbekannter die Wohnadresse der 34-Jährigen aufgesucht, sich in ihre Wohnung gedrängt und die Frau dort leicht verletzt.

Auf dem linksextremen Online-Portal "Indymedia" ist auch bereits ein Bekennerschreiben mit dem Titel "Grüße aus Connewitz" zu dem Vorfall aufgetaucht:

"Wir haben uns entschieden, die Verantwortliche für den Bau eines problematischen Projekts im Leipziger Süden da zu treffen wo es ihr auch wirklich weh tut: in ihrem Gesicht", steht dort geschrieben.

Die Prokuristin sei verantwortlich für das Errichten eines Komplex von Luxuswohnungen auf der Wolfgang-Heinze-Straße in Leipzig Connewitz. Gemeint ist damit der Hinterhof und Biergarten der Kultkneipe "Black Label".

Vermehrt war es in jüngster Zeit zu Vandalismus auf Baustellen in Leipzig gekommen.

Das Landeskriminalamt in Sachsen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Update, 14.14 Uhr:

Oberbürgermeister Jung hat sich noch am Montagnachmittag zu der Tat geäußert. "Die Grenze ist überschritten: die militante linke Szene schreckt auch vor Überfällen auf wehrlose Frauen nicht mehr zurück", so der OB. Und weiter: "Erst brennen Barrikaden und Mülltonnen, dann werden Wehrlose angegriffen – der Weg zum politischen Mord ist nicht mehr weit, wenn der Rechtsstaat nicht mit allen Mitteln und aller Konsequenz eingreift", sagte der Politiker.

Man müsse aufpassen, dass man in der aktuellen Debatte um den rechten Terror den Linksextremismus und seine Menschenverachtung, die dem der Rechten nicht nachsteht, nicht aus dem Blick verliere.

Die 34-Jährige wurde leicht verletzt.
Die 34-Jährige wurde leicht verletzt.  © DPA

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