Extremisten-Camps mitten in NRW: Innenministerium weiß davon!

Düsseldorf / Hambacher Forst - Von den vermeintlichen Aktivisten im Hambacher Forst gehören etliche der Extremistengruppe "Interventionistische Linke" an. Sie trainieren direkt am Hambacher Forst in Zeltcamps regelmäßig den Aufstand gegen die Polizei, inklusive Kampftechniken und Stockkampf!

Unter die Aktivisten im Hambacher Wald mischen sich auch etliche Extreme, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.
Unter die Aktivisten im Hambacher Wald mischen sich auch etliche Extreme, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.  © DPA

Diese Erkenntnisse hat das NRW-Innenministerium gesammelt.

Die Infos über die Extremisten aus dem Hambacher Forst veröffentlichte das Innenministerium jetzt in einer Antwort auf die Kleine Anfrage des SPD-Landtagspolitikers Guido van Berg.

Demnach wird die Aktivistengruppe "Ende Gelände" stark von der extremistischen "Interventionistischen Linken" beeinflusst. Wie viele Beteiligte dazu gehören, werde aktuell noch ausgewertet.

Klar ist: Sie bereiten sich mit Kampfsporttechniken und Blockade-Trainings gegen die Polizei vor. Wie gewalttätig die Besetzer teilweise sind, wurde in der Vergangenheit immer wieder deutlich.

Die Gruppe "Ende Gelände" nennt die Zeltcamps "Skillsharingcamps". Laut Innenministerium hätten Mitglieder der linksextremistischen Szene dabei etwa Blockadetechniken und Taktiken, um Polizeiketten zu durchbrechen oder zu umgehen, vermittelt.

Die Veranstalter hatten die Programmpunkte selbst auf ihrer Webseite veröffentlicht. Allein 2018 kam es zu Dutzenden Einsätzen der Polizei im Hambacher Forst. Wie es mit dem von der Rodung bedrohten Restwald am Braunkohlegebiet Hambach weitergeht, ist dabei noch offen.

Wie gefährlich sind die "Aktivisten" im Hambacher Forst?

Es kommt noch härter: Die Aktivisten lernten laut eigenem Programm auch Kampfsport und Stockkampf. Dabei soll es sich um "Krav Maga" handeln, ein israelischer Selbstverteidigungskampfsport.

Allein Ostern 2018 sollen rund 250 Menschen an den Extremistencamps teilgenommen haben. Sie gehörten laut NRW-Innenministerium größtenteils nicht zu den Dauer-Campern im Hambacher Forst.

Die Polizei nutzt die Erkenntnisse für ihre jeweiligen Einsätze im Hambacher Forst. Dazu stellt das Innenministerium auch klar: Die gut vorbereiteten Campteilnehmer mischten sich unter die größtenteils friedlichen Demo-Teilnehmer und nutzen die Demos für ihre Zwecke aus.

Laut Innenministerium sollen mögliche Straftaten bereits im Vorfeld unterbunden und abgewehrt werden. Dazu gehören wohl auch die etlichen Räumungen und Kontrollen im Hambacher Forst.

Die Polizei musste immer wieder mit harten Mitteln gegen die "Aktivisten" vorgehen. Die hatten ihren Protest in Zeltcamps trainiert.
Die Polizei musste immer wieder mit harten Mitteln gegen die "Aktivisten" vorgehen. Die hatten ihren Protest in Zeltcamps trainiert.  © DPA
Die größtenteils friedlichen Demos mit Tausenden Teilnehmern am Hambacher Wald werden von wenigen Aktivisten aus der linken Szene unterwandert. (Symbolbild)
Die größtenteils friedlichen Demos mit Tausenden Teilnehmern am Hambacher Wald werden von wenigen Aktivisten aus der linken Szene unterwandert. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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