Hamburg Airport: Bau von neuem Passagier-Gate verzögert sich

Hamburg - Deutschland und seine Flughäfen - ein schier unüberbrückbares Problem! Während in Berlin immer noch nicht klar ist, wann der neue Hauptstadt-Airport BER öffnet, kommt es auch in Hamburg zu Verzögerungen.

Hier soll eigentlich das neue Passiergate entstehen.
Hier soll eigentlich das neue Passiergate entstehen.  © citynewstv.de

Eigentlich sollte im kommenden April ein neues Passagier-Gate eröffnen, doch die Turbulenzen im Luftverkehrsmarkt haben nun zu einer Verschiebung geführt.

"Der Markt hat sich nicht so schnell entwickelt, wie wir es gedacht hatten", sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiller dem Hamburger Abendblatt.

Auf Vorfeld 2 sollten eigentlich schon bis 2020 14 sogenannte Shuttle-Gates als Terminal-Satellit entstehen. Sie sollen zur Entlastung dienen, für Gates, die wegen vorübergehender Maßnahmen geschlossen werden müssen.

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Wenn sie stehen, soll der Ausbau der Rückseite von Pier Süd beendet werden. Dort ist laut Betreiber der Rückbau des alten Frachthofs mehr oder weniger abgeschlossen. Auf der nun freien Fläche sollen fünf neue Flugzeug-Positionen entstehen.

Doch der eigentliche Baustart im Jahr 2020 verschiebt sich nun ebenfalls um ein Jahr. Sobald Pier Süd fertiggestellt ist, sollen die Shuttle Gates wieder abgebaut werden. Die Kapazität der Abstellposition soll sich dann von 53 auf 56 vergrößert haben.

Flughafen-Chef Eggenschwiler begründet die Verschiebung des Ausbaus mit der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Nachfrage und der schwierigen Planbarkeit der künftigen Entwicklung.

BUND reicht Klage gegen Bauvorhaben ein

Zahlreiche Airlines kämpfen um ihre Existens, Ryanair zieht zwei in Hamburg stationierte Boeing 737 zum 8. Januar 2020 ab und streicht zum Sommer-Flugplan sieben Routen.

Die Kosten für den Ausbau liegen bei 500 Millionen Euro und führten im vergangenen Jahr zu Diskussionen in der Stadt. So wurde Condor-Chef Ralf Teckentrup zitiert, dass die Fluggesellschaften in den kommenden Jahren keinen Bedarf für den Bau der Pier Süd sähen. Er befürchte höhere Flughafenentgelte und höhere Ticketpreise, um den Ausbau der Infrastruktur zu refinanzieren.

Zudem klagte die Umweltschutzorganisation BUND vor dem Hamburger Oververwaltungsgericht gegen die Ausbau-Vorhaben. Eggenschwiler befürchtet aber keine Konsequenzen.

Update, 11.20 Uhr: Vorfeld-Bauarbeiten vor Endetappe

Die Bauarbeiten zur Erneuerung des Vorfelds am Hamburger Flughafen sollen im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Die achte Etappe von insgesamt zehn wurde planmäßig beendet, wie der Flughafen am Dienstag mitteilte.

Das Baufeld werde wieder für den Flugbetrieb genutzt. Bis Anfang nächsten Jahres gebe es nun eine Baupause, bevor es dann in den Endspurt bis Ende 2020 gehen soll. Danach seien 330.000 Quadratmeter von Grund auf erneuert.

Dafür hat der Airport rund 120 Millionen Euro ausgegeben. Die Sanierung wurde laut Flughafen notwendig, weil die 40 bis 60 Jahre alten Betonflächen abgenutzt waren.

Um den laufenden Flugbetrieb aufrecht erhalten zu können, wurden die Arbeiten abschnittsweise ausgeführt.

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