Hund geht spazieren, dann ragt ein meterlanger Ast aus seiner Brust

München - Dass Windhund Felix noch lebt, grenzt an ein kleines Wunder. Das Tier hatte sich im Dezember bei einem Spaziergang einen Ast in die Brust gerammt und musste notoperiert werden.

Windhund Felix hatte sich einen Ast in den Brustkorb gerammt.
Windhund Felix hatte sich einen Ast in den Brustkorb gerammt.  © Tierrettung München e.V.

Der Notruf bei der Tierrettung München ging Anfang Dezember ein: Auf der Wiese des Pasinger Stadtparks neben der Autobahn A96 hatte sich ein Hund mit dem Brustkorb an einem Ast aufgespießt, nachdem er eine Böschung hinuntergelaufen war.

Der diensthabende Tierarzt Dr. Horvath eilte mit zwei Assistenten zu Unfallstelle und fand dort Felix, einen Windhundmischling, dem ein circa 1,5 Meter langer Ast aus der Brust ragte.

Sofort wurden lebensrettende Maßnahmen eingeleitet, denn jede Sekunde zählte. Felix stand völlig unter Schock, der Ast war weit entlang des Brustbeins eingedrungen.

Mit einem starken Schmerzmittel, unter Sauerstoffzufuhr, Dauertropfinfusion und einem stabilisierenden Stützverband wurde der verletzte Hund in die Chirurgische Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians Universität gebracht.

Ein Team aus mehreren Ärzten entfernte den Ast in einer Operation, die viele Stunden dauerte.

Windhund Felix kam bei einem Spaziergang fast ums Leben

Felix erholte sich gut von seiner schweren Operation.
Felix erholte sich gut von seiner schweren Operation.  © Tierrettung München e.V.

Felix machte seinem Namen (lateinisch: "der vom Glück begünstigte") alle Ehre: rechtzeitig zu Weihnachten war klar, dass er sich gut von dem schweren Eingriff erholen würde.

Wie durch ein Wunder, konnte er zum Fest nach Hause zu seinem Frauchen, die ihn einst von einer Tierschutzorganisation adoptiert hatte.

Nachdem die Fäden gezogen waren, zeigte sich ein normaler Heilungsverlauf ohne Komplikation, Felix hat alles gut überstanden.

Frau Dr. Menges, Stadträtin und Gründerin der Tierrettung München, rät Hundebesitzern ihrer Tiere in unübersichtlichem Gelände an die Leine zu nehmen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Der Windhund konnte Weihnachten im Kreise seiner Familie feiern.
Der Windhund konnte Weihnachten im Kreise seiner Familie feiern.  © Tierrettung München e.V.

Mehr zum Thema Hunde:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0