Wien (Österreich) - Mittel- und Osteuropa ist von einer neuen Hitzewelle erfasst worden, die das Thermometer in den kommenden Tagen auf über 41 Grad steigen lassen soll und in einigen Gegenden die Wasser- und Energieversorgung belasten könnte.
Für Ungarn sagte der Wetterdienst HungaroMet für Freitag bis zu 39 Grad voraus - in den kommenden sechs Tagen sollen die Temperaturen dann bis zu 41 Grad erreichen. Die Behörden untersagten im ganzen Land offenes Feuer.
Regierungschef Peter Magyar (45) rief die Industrie auf, ihren Stromverbrauch vorsorglich einzuschränken, um eine Energiekrise zu vermeiden. Auf Facebook teilte er mit, die Stadt Szentendre habe kein Wasser mehr, woraufhin die Armee mobilisiert worden sei, um mit zwei Tankwagen Trinkwasser zu liefern.
In der Slowakei galten am Freitag Hitzewarnungen für das gesamte Land. Im Südwesten wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Dem Wetterdienst SHU zufolge sollen sich die Temperaturen bis zum Wochenende zwischen 34 und 39 Grad bewegen.
In der Hauptstadt Bratislava stellten die Behörden mehr als 30 Erfrischungsstationen mit klimatisierten Bereichen und Trinkwasser zur Verfügung.
In Slowenien, wo ähnliche Temperaturen erwartet wurden, warnte die Umweltbehörde für den Westen des Landes vor einer "extrem hohen" Waldbrandgefahr. Die nationale Eisenbahngesellschaft verkündete, die Geschwindigkeit der Züge tagsüber zu drosseln, um Unfälle aufgrund von Schienenverformungen durch Hitze zu vermeiden.
Hohe Temperaturen in Mittel- und Osteuropa
In Rumänien galten in der westlichen Hälfte des Landes Hitzewarnungen, hier wurden für das Wochenende Temperaturen von 40 Grad erwartet.
In Österreich wurden Temperaturen zwischen 38 und 39 Grad gemessen, im Osten des Landes sogar 40 Grad. Die Hitze soll bis zum Wochenende anhalten. Nach Angaben der Organisation GeoSphere Austria leidet Österreich bereits unter einer als "extrem" eingestuften Dürre.