Aktivistin zeigt ihre Brüste, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen

London - Mit diesem Auftritt stahl sie ihren Mitdemonstranten die Show: Bei einer großen Klimademo in London zeigte sich die 31-jährige Britin Laura Amherst oben ohne.

Zusammen mit Hunderten anderer Aktivisten forderte Laura ein Ende fossiler Brennstoffe.
Zusammen mit Hunderten anderer Aktivisten forderte Laura ein Ende fossiler Brennstoffe.  © IMAGO/ZUMA Wire/Martin Pope

Unter dem Titel "The Impossible Rebellion" (Die unmögliche Rebellion) begann am 23. August eine 14-tägige Demo der Umweltschutzbewegung "Extinction Rebellion" in London.

Während es am Montag und Dienstag relativ unspektakulär ablief, wurde es am Mittwoch plötzlich heiß auf der Oxford Street.

Denn mitten unter die Aktivisten hatte sich - nahezu unbekleidet - die 31-jährige Laura Amherst aus Brighton (East Sussex) gemischt.

Mit ihrem nackten Körper lenkte die vollbusige Blondine, die nebenbei auch noch Politikstudentin an der Open University ist, sämtliche Blicke auf sich.

Lediglich ihre Brustwarzen hatte Laura verhüllt - mit zwei Aufklebern, die das Logo von Extinction Rebellion zeigten, eine X-förmig stilisierte Sanduhr. Oberhalb ihrer Brüste waren die Worte "Wake up" (Wacht auf) zu lesen.

Laura, die Veganerin ist und ein Hybridauto fährt, sagte gegenüber Daily Mail: "Ich habe es getan, um auf die Klimakrise des Planeten aufmerksam zu machen. Oben ohne zu tanzen, brachte dem Protest eine schöne Energie und war auch eine sehr positive Sache für meinen Körper."

Die Studentin fügte hinzu, dass sie für die freizügige Aktion nicht bezahlt wurde, sondern sich aus freien Stücken dazu entschied. "Viele Leute haben mir dazu gratuliert, vor allem Frauen", sagte Laura.

Klima-Aktivistin von Extinction Rebellion protestiert nackt auf offener Straße

Lauras Freund, der auch ein aktives Mitglied von Extinction Rebellion ist, hätte ihre Entscheidung, sich nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen, "sehr unterstützt", ebenso wie auch ihr Vater, sagte die junge Aktivistin.

"Aber es hat nichts mit ihnen zu tun, denn das ist mein Körper und ich bin meine eigene Frau. Sie wissen beide, wie leidenschaftlich ich für die Rettung des Planeten kämpfe. Ich war überhaupt nicht nervös und hatte das Gefühl, dass es viele Leute glücklich machte", so Lauras positives Fazit.

An den bisherigen Tagen der Klimademo in London kam es zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Mehr als 100 Demonstranten wurden bereits von der Polizei festgenommen.

Titelfoto: IMAGO/ZUMA Wire/Martin Pope

Mehr zum Thema Klimawandel: