Stadt Köln schlägt Neubau an der Hohenzollernbrücke für 58 Millionen Euro vor!

Köln - Die Stadtverwaltung Köln schlägt eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer direkt an der Hohenzollernbrücke vor. Die Kosten sollen bei geschätzten 58 Millionen Euro liegen! Darin enthalten: Die eine neue Brücke und die Erweiterung des Geh- und Radwegs auf der anderen Seite der Hohenzollernbrücke. Allein für die Planung gingen laut Kalkulation 11,4 Millionen Euro drauf.

Visualisierung: So könnte die neue Brücke an der Hohenzollernbrücke aussehen.
Visualisierung: So könnte die neue Brücke an der Hohenzollernbrücke aussehen.  © Stadt Köln / DB Engineering & Consulting GmbH

Der Vorschlag der Stadtverwaltung lautet: Die stark genutzte Fußgängerbrücke auf der Oberstromseite (Südseite) mit Blick Richtung Rheinpegel und Schokoladenmuseum soll durch eine komplett neue und breitere Bogenbrücke ersetzt werden.

Hier stehen parallel zur Hohenzollernbrücke noch die alten Brückenpfeiler im Rhein, die zur alten Straßenbrücke gehören. Die Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Die geplante Bogenbrücke ist der Favorit der Experten und der Stadtverwaltung. Laut Vorlage für den Rat stelle sie "städtebaulich, wirtschaftlich und statisch eine optimale Lösung dar."

Bislang ist die schmale und häufig überlaufene Fußgängerbrücke entlang der Gleise nur an die Brücke angebaut. Berühmt ist dieser Bereich wegen der unzähligen Liebesschlösser am Geländer.

Wegen der Schwingungen müsste die neue Brücke getrennt von der Hohenzollernbrücke gebaut werden, die Deutsche Bahn besteht auf einen Abstand von 50 Zentimetern.

Die Breite der Brücke läge bei maximal 11 Metern, wovon Fußgänger und Radfahrer neun Meter nutzen könnten.

Als Alternativen wurden eine Fachwerkbrücke, eine Hängebrücke und andere Varianten geprüft. Für diesen Neubau ginge viel Geld drauf: Die Prognose steht bei 53,7 Millionen Euro, davon 10,3 Millionen Euro Planungskosten.

Ideen für die Nordseite: Stadt plädiert für schmale Variante

Südlich soll die neue Brücke gebaut werden, nördlich der bestehende Fuß- und Radweg verbreitert werden.
Südlich soll die neue Brücke gebaut werden, nördlich der bestehende Fuß- und Radweg verbreitert werden.  © Stadt Köln

Günstiger sind die Planungen an der Nordseite, also auf der anderen Seite der Hohenzollernbrücke.

Dort schlägt die Verwaltung eine Verbreiterung des bestehenden Weges vor.

Möglich wäre die Verbreiterung des Weges um 1,4 Meter auf 5 Meter.

Mit einem Abriss und Neuaufbau wären sogar 7,5 Meter drin.

Fallstrick an dieser Stelle: Laut der Experten müsste die Statik der Hohenzollernbrücke geprüft und möglicherweise für viel Geld angepasst werden.

Die Verwaltung schlägt deshalb die schmale Variante im Bestand vor.

Die Kostenprognose liegt bei 4 Millionen Euro, darin enthalten bereits Planungskosten von allein 1,1 Millionen Euro.

Hintergrund für die neue Brücke an der Hohenzollernbrücke

Ende 2017 wurde die Stadtverwaltung vom Rat beauftragt, eine Erweiterung der Fuß- und Radwege entlang der Hohenzollernbrücke zu prüfen.

Ein Ingenieurbüro wurde mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Die Stadtverwaltung erachtet den Ausbau der Brücke als "dringend erforderlich".

Die Vorlage wird zunächst am 20. Januar 2020 im Verkehrsausschuss erörtert. Am 6. Februar 2020 soll der Rat der Stadt Köln über die Vorlage entscheiden. Nach der EU-weiten Ausschreibung der Planungsleistungen soll mit den Planungen noch in diesem Jahr 2020 begonnen werden.

Der favorisierte Entwurf ist eine Bogenbrücke. Die Kosten für das gesamte Vorhaben liegen bei geschätzten 58 Millionen Euro.
Der favorisierte Entwurf ist eine Bogenbrücke. Die Kosten für das gesamte Vorhaben liegen bei geschätzten 58 Millionen Euro.  © Stadt Köln / DB Engineering & Consulting GmbH

Titelfoto: Stadt Köln / DB Engineering & Consulting GmbH

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