So hat sich die Leipziger Elefantenherde vom toten Ben Long verabschiedet

Leipzig - Noch immer ist die Trauer um den kleinen Elefantenbullen "Ben Long" im Leipziger Zoo groß. Der erst acht Monate alte Dickhäuter musste vor wenigen Tagen eingeschläfert werden (TAG24 berichtete).

Der kleine Ben Long wurde von seinen Tanten Don Chung und Rani aufgezogen. Er wurde nur acht Monate alt.
Der kleine Ben Long wurde von seinen Tanten Don Chung und Rani aufgezogen. Er wurde nur acht Monate alt.  © DPA

Doch nicht nur Pfleger und Tierarzt sind bestürzt. Auch für die Elefantenherde im Zoo war es ein trauriger Abschied. In der Sendung "Elefant, Tiger & Co" erklärt Pfleger Thomas Günther, warum auch für die Tiere der Abschied vom ehemaligen Artgenossen wichtig war.

"Man muss sie dann wirklich nochmal zu dem Kalb lassen", erklärt Günther. Schon vorher hatte Tante Don Chung gemerkt, dass mit ihrem Zieh-Sohn etwas nicht stimmte. "Sie hat sich natürlich auch versucht, zu kümmern."

Zum Abschied wurden die Tanten Rani und Don Chung nochmal an das Kalb herangeführt. "Die gehen dann vorne ans Maul und hinten an den Schwanz und riechen", so der Pfleger. "Das riecht auch komplett anders." Nach 20 Minuten gingen die beiden Elefantendamen mit dem Rest der Herde nach draußen.

"Das Leben geht weiter - und so sehen wir das auch", sind sich Pfleger und Tierarzt Dr. Bernhard einig.

Der Arzt ist sich sicher: "Wir haben sehr sehr viel an Erkenntnissen auch für künftige Probleme [...] gewonnen." Dennoch bleibt die Frage, woran genau der kleine Elefant starb.

Auch Pfleger Günther bleibt zuversichtlich: "Ich hoffe, dass wir irgendwann dahinter kommen, was der Auslöser war."

Am Montagmorgen wurde Ben Long von seinem Leiden erlöst.
Am Montagmorgen wurde Ben Long von seinem Leiden erlöst.  © Zoo Leipzig

Titelfoto: Zoo Leipzig

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