Hier wurden am Wochenende dutzende Flixbusse auseinander genommen

Hamburg - Reisegäste der Flixbus-Flotte, die über die A 1 von und nach Hamburg pendelt, mussten am Wochenende eine Großkontrolle des Reisegepäcks und ihrer Fahrzeuge über sich ergehen lassen.

Mit Hunden wühlten die Beamten sich durch das Gepäck zahlreicher Reisender.
Mit Hunden wühlten die Beamten sich durch das Gepäck zahlreicher Reisender.  © JOTO

Beamte des Zolls, der Bundes- und der Landespolizei führten auf der Raststätte Aarbachkate an der Autobahn 1 in Höhe Hollenstedt im Landkreis Harburg drei groß angelegte Personenkontrollen durch, wie ein Sprecher des Zolls bestätigte.

Zoll und Polizei mehrerer Bundesländer aus dem norddeutschen Raum arbeiteten bei der dreitägigen Großkontrolle zusammen.

Bei dem Einsatz waren neben dem Hauptzollamt Hamburg auch Zöllner aus Bremen aktiv. Außerdem gab es Unterstützung von Polizeibeamten aus Hamburg und den Landkreisen Harburg, Lüneburg und Rotenburg.

Nach Informationen von TAG24 waren etwa 50 Zollbeamte und mehrere Polizisten im Einsatz. Die Einsatzkräfte durchsuchten hunderte Fahrzeuge, die die Raststätte passierten, darunter auch zahlreiche Reisebusse, nach Drogen und anderen illegalen Waren oder Gegenständen.

Außerdem wollten die Beamten Schmugglerbanden und der organisierten Kriminalität auf die Spur kommen.

Insgesamt wurden etwa 1000 Personen kontrolliert. Dabei wurden alle Reisegäste der Fernbusse sowie die Busfahrer und ihr Gepäck überprüft.

Zoll und Polizei mehrerer nördlicher Bundesländer arbeiteten bei der dreitägigen Großkontrolle zusammen.
Zoll und Polizei mehrerer nördlicher Bundesländer arbeiteten bei der dreitägigen Großkontrolle zusammen.

Bei den Durchsuchungen wurden die Beamten offenbar auch mehrfach fündig, wie der Zollsprecher bestätigte.

Wahrscheinlich handelte es sich bei den Fundstücken vornehmlich um kleine Mengen an Betäubungsmitteln. Außerdem fuhren nach ersten Informationen angeblich auch mehrere Autofahrer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.

Der Schwerpunkt der Kontrolle lag laut Zoll allerdings auf den Fernbussen. Vor allem Busse des Anbieter Flixbus waren von der Kontrolle betroffen. Die Beamten hatten dabei vor allem aus den Niederlanden kommende Busfahrten im Visier, die Richtung Hamburg unterwegs waren.

Dabei setzten die Beamten Drogenspürhunde ein, die unter anderem Koffer und Taschen aller Passagiere sowie die Fahrgäste selbst absuchten.

Die drei nächtlichen Kontrollen fanden von Freitag bis Montag, jeweils zwischen 20 Uhr und Sonnenaufgang statt. Am frühen Montagmorgen wurde die letzte Kontrolle beendet.

Update, 16.10 Uhr:

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden insgesamt 185 Autos, 18 Kleintransporter, 23 Fernbusse und 1366 Personen kontrolliert.

Dabei fiel besonders ein skandinavischer Reisende auf. "Knapp drei Kilo Heroin, ein paar Gramm Kokain und mehrere Tausend Schmerztabletten hinter einer Tarnladung Hähnchenfleisch führten dazu, dass der Mann in Untersuchungshaft genommen wurde. Die weiteren Ermittlungen hierzu führt das Zollfahndungsamt Hannover", erklärte Polizeisprecher Oliver Baumann.

Ansonsten hätten sich die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz in kleineren Größten gehalten.

Des Weiteren wurden Verstöße gegen das Waffengesetz, Arzneimittelgesetz und verbrauchsteuerrechtliche Vorschriften festgestellt.

Viermal registrierten die Beamten Verstöße gegen das Waffengesetz, ebenfalls vier Strafverfahren wurden wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet.

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