Gedenken an grausamen Mord: Achtjährige vom Nachbarn missbraucht und verscharrt

Paderborn – An diesem Samstag wäre Kardelen 18 Jahre alt geworden – doch das Mädchen durfte nicht erwachsen werden, denn sie wurde vor zehn Jahren von einem Nachbarn missbraucht und ermordet.

Ali K. wurde im Februar 2009 in der Türkei festgenommen.
Ali K. wurde im Februar 2009 in der Türkei festgenommen.  © DPA

Wie die Neue Westfälische berichtete, meldeten die Eltern ihre Tochter am frühen Abend des 12. Januar 2009 als vermisst. Die Achtjährige war ihrem Mörder begegnet, als sie am Nachmittag vor dem Elternhaus spielte und folgte ihm höchstwahrscheinlich in seine Wohnung.

Dort missbrauchte und erwürgte der 29-jährige Ali K. das kleine Mädchen und brachte ihre Leiche mit einem Leihwagen bis zum Möhnesee, wo er das tote Kind unter Tannenzweigen versteckt.

Zu der Zeit ist in Paderborn bereits eine große Suchaktion im Gange. Polizeifahrzeuge durchkämmten die Straßen der Stadt, noch in der Nacht nahmen Beamte mit Spürhunden, Freunde, Verwandte und Nachbarn der Familie die Suche auf - doch von der Achtjährigen fehlte jede Spur.

Bis Spaziergängerinnen zwei Tage später etwa 60 Kilometer von Paderborn entfernt am Möhnesee auf die Kleidung der Kleinen stießen. Diese hatte der Mörder während der Fahrt achtlos aus dem Autofenster geworfen.

Fahnder finden Leiche am Möhnesee

Kardelen wäre heute 18 Jahre alt geworden.
Kardelen wäre heute 18 Jahre alt geworden.

Nur 24 Stunden später schlug ein Polizeihund in einer Tannenschonung am südlichen Ufer des Möhnesees Alarm und ließ die Fahnder auf Kardelens Leiche stoßen. Sie wurde am 17. Januar in der Türkei bestattet.

Anfang Februar wurde auch der Nachbar Ali K. durch eine Visitenkarte, die Ermittler bei der Kinderkleidung entdeckten, als Mörder des Mädchens überführt.

Auch bei der Durchsuchung seiner Wohnung ließen sich zahlreiche Spuren finden, ebenso wie DNA-Spuren am Körper des Leichnams.

Festgenommen wurde der 29-Jährige schließlich Mitte Februar in der Türkei, wohin er sich kurz nach der Tat abgesetzt hatte. Nicht zuletzt durch den großen Einsatz seines Schwiegervaters, der Ali K. in seinem Versteck in Didim an der Ägis aufspürte.

Am 24. Dezember 2009 wurde der Mörder im türkischen Söke zu lebenslanger Haft verurteilt.

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