Mann zerrt Hund an Eisenkette, dann will er das ohnmächtige Tier mit Wasser wecken

Stalowa Wola (Polen) - Die am Mittwoch in den sozialen Medien aufgetauchten Aufnahmen eines gequälten Hundes, der von einem Mann gefoltert wurde, sind kaum zu ertragen.

Der Täter zerrte den kleinen Hund erst an einer Eisenkette hinter sich her. Als das Tier bewusstlos zusammenbrach, versuchte er, es mit Wasser zu wecken.
Der Täter zerrte den kleinen Hund erst an einer Eisenkette hinter sich her. Als das Tier bewusstlos zusammenbrach, versuchte er, es mit Wasser zu wecken.  © Screenshot Facebook/Ala Zych

Die polnische "Fundacja Kocia Wyspa" (deutsch: Stiftung Katzeninsel) veröffentlichte bei Facebook das traurige Video eines kleinen, geschundenen Vierbeiners.

Zu sehen ist, wie ein Mann mehrfach versucht, das ohnmächtige Tier mit Wasser (!) zu wecken, das er mit seinen Händen aus einem Eimer schöpft und den Hund bespritzt. Gleichzeitig ist im Hintergrund eine aufgeregte, weibliche Stimme zu hören, die ruft: "Bitte lass ihn in Ruhe, fasse ihn nicht an."

Der Täter ließ sich davon aber ganz offensichtlich nicht von seinem Handeln abbringen. Er gestikulierte nur mit der Hand, dass die Frau verschwinden solle und verlangte: "Hau ab!"

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Ein weiteres Foto zeigt, wie der Hund zuvor an einer Eisenkette hinter einem Fahrrad hergeschleift wurde. Alle Aufnahmen sollen in der Stadt Stalowa Wola im Südosten von Polen (Woiwodschaft Karpatenvorland) entstanden sein.

Mehreren Freiwilligen der Stiftung sei es schließlich gelungen, die kranke Fellnase ihrem Peiniger wegzunehmen und in eine Tierklinik zu transportieren.

"Der Tierarzt stellte Blut im Urin, eine starke Schwellung um das Maul und den Verdacht auf eine Gehirnerschütterung fest", teilte die Stiftung auf Facebook mit. Offenbar wurde das arme Geschöpf auch schon mit einem Stock geschlagen.

Täter wurde verhaftet - doch bekommt er auch eine Strafe?

Die Tierschützer erklärten auch, dass der Täter, der dem wehrlosen Hund schlimme Schmerzen zugefügt hatte, "bisher keine Konsequenzen dafür tragen musste". Das dürfte sich jedoch bald ändern!

In einem Update informierte die Stiftung, dass der Folterer identifiziert und verhaftet wurde. "Wir befürchten jedoch, dass der Fall wieder eingestellt wird. Wir brauchen in der Strafverfolgung von Tierquälerei erfahrene Leute. Leider haben wir selbst in dem Bereich nicht so viel Kenntnis und die Polizei lässt alle unsere Anzeigen fallen."

Titelfoto: Montage: Screenshot Facebook/Fundacja Kocia Wyspa/Ala Zych

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