"Angriff auf die Wahrheit": Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor KI-Manipulation

Potsdam - Täuschend echte Texte, Bilder und Videos: Der Verfassungsschutz Brandenburg warnt vor einer neuen Dimension digitaler Manipulation durch künstliche Intelligenz.

Laut Bericht sollen extremistische Netzwerke und ausländische Kräfte künstliche Intelligenz nutzen, um öffentliche Meinungen zu beeinflussen.  © Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn

Wie aus dem Verfassungsschutzbericht 2025 hervorgeht, werden KI-Chatbots und synthetische Avatare zunehmend für Desinformationskampagnen genutzt. Besonders pro-russische Drahtzieher sollen auf solche Technologien setzen, um gezielt Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen.

Moderne KI-Systeme könnten in Sekundenschnelle Inhalte erzeugen, die kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden seien - darunter Texte, Bilder, Tonaufnahmen und sogenannte Deepfakes.

Innenminister Dr. Jan Redmann (46, CDU) warnt vor den Folgen: "Diese KI-Kampagnen verfälschen nicht nur Fakten, sie attackieren das Fundament unserer Demokratie. Die größte Bedrohung ist die schleichende Verunsicherung, wenn Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wissen, was echt ist."

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Auch der Verfassungsschutz sieht eine wachsende Gefahr durch verdeckte digitale Einflussnahme.

Extremistische Netzwerke und ausländische Gruppen nutzten zunehmend KI, um gesellschaftliche Debatten zu beeinflussen und zu verzerren.

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So leicht lässt sich Wahrheit fälschen

Auch Verfassungsschutzleiter Dr. Wilfried Peters (63) warnt vor gezielter Desinformation durch KI-Chatbots im Netz.  © Britta Pedersen/dpa

Verfassungsschutzleiter Dr. Wilfried Peters (63) erklärt: "KI-Systeme liefern zwar sprachlich perfekte Antworten, bieten aber keine Gewähr für Faktentreue."

Besonders problematisch sei, dass Falschinformationen durch KI-Tools scheinbar neutral zusammengefasst und dadurch weiter verstärkt würden. In sensiblen Debatten - etwa zu Migration, Energie oder Infrastruktur - könnten so gezielte Verzerrungen entstehen.

Der Bericht warnt zudem vor sogenannten "Blitz-Fakes", die bei aktuellen Ereignissen wie Unfällen, Katastrophen oder Wahlen in kürzester Zeit verbreitet werden können. Auch künstlich erzeugte lokale Netzwerke mit Fake-Profilen seien ein mögliches Szenario.

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Ziel solcher Kampagnen sei es, so der Verfassungsschutz, die demokratische Meinungsbildung gezielt zu untergraben.

Behörden setzen daher verstärkt auf Aufklärung, Medienkompetenz und Kooperation zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

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